Auszeichnung für den TSV Wiepenkathen
Sportlicher Kampf gegen sexualisierte Gewalt

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sb/nw. Stade. "Wollen wir ein erweitertes Führungszeugnis von unseren Übungsleitern verlangen oder schrecken wir damit Ehrenamtliche ab?" Diese Frage war der Startschuss beim TSV Wiepenkathen für das Projekt "Verein(t) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport" des Landes-Sport-Bund (LSB) Niedersachsen e.V. unter dem Motto "Schweigen schützt die Falschen".

Bis zum Projektstart existierten im Verein weder Leitbild noch ein Konzept. Die Konsequenz daraus war der Start in ein neues Thema - motiviert durch das Wissen um die Verantwortung für die anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Nach fast zwei Jahren intensiver Arbeit, Risikoanalysen, Erstellung von Verhaltensregeln, Schulung der Übungsleiter und Ernennung von Vertrauenspersonen wird der TSV am Samstag, 17. Juli, in Hannover für sein herausragendes Engagement vom LSB ausgezeichnet. "Wir freuen uns sehr, dass der TSV Wiepenkathen der zweite Verein in Niedersachsen ist, den wir auszeichnen können", kommentiert die Bildungsreferentin Sportjugend im Landes-Sport-Bund Niedersachsen Sabrina Crzan.

Im Kreissportbund Stade sind die Wiepenkathener sogar Pioniere. Das Thema "Kinder- und Jugendschutz" sei eine Herzensangelegenheit für den Vorstand des TSV Wiepenkathen, sagt der Erste Vorsitzend Waldemar Meglin. "Allen Beteiligten ist bewusst, dass die praktische Arbeit erst nach der Auszeichnung beginnt. Der Prozess unterliegt einer Dynamik und muss laufend überprüft und angepasst werden. Erfolg wird sich nur einstellen, wenn alle Beteiligten mitziehen und sich aktiv einbringen."

Das erarbeitete Konzept soll den Rahmen für das nächste Jahrzehnt vorgeben, der unabhängig von den aktiven Personen laufend weiterentwickelt und angepasst werden soll. Auch falls Vorstände und Aktive wechseln, soll das Bewusstsein für die Wertigkeit der Thematik nachhaltig verankert werden. "An diesem sehr ambitionierten Ziel muss sich der gesamte Verein zukünftig messen lassen. Sport soll Spaß machen. Das ist dann der Fall, wenn sich alle sicherfühlen", sagt Meglin.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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