Anträge für Kurzarbeit sind stark angestiegen
Corona-Krise schlägt sich auf den Stader Arbeitsmarkt nieder

mke. Landkreis Stade. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treffen nun auch den Arbeitsmarkt des Landkreises Stade hart. Insgesamt stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat April nochmals um 6,8 Prozent an, sodass nun insgesamt 6.743 Menschen bei der Agentur für Arbeit Stade arbeitslos gemeldet sind.

Keine Frühjahrsbelebung in diesem Jahr

Dagmar Froelich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stade, bedauert, dass es in diesem Jahr anscheinend keine Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt gebe. Normalerweise würde in diesen Monaten die Arbeitslosigkeit sinken, stattdessen sind die Zahlen wegen der Corona-Pandemie deutlich angestiegen.

Im April meldeten 1.342 Betriebe Kurzarbeit an

Trotz dieser schwierigen wirtschaftlichen Zeit versuchen viele kleinere und mittlere Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu halten, indem sie Kurzarbeit angemeldet haben. "In den Monaten März und April sind die Zahlen förmlich explodiert", erklärt Pressesprecherin Susanne Serbest. Zu Beginn der Pandemie meldeten im Landkreis Stade 192 Betriebe mit 3.345 Mitarbeitern Kurzarbeit an. Als die Bundesregierung beschloss, die Kurzarbeit für weitere Unternehmensbereiche auszubauen, stiegen die Zahlen auch in Stade in die Höhe. Insgesamt 1.342 Betriebe mit 20.059 Mitarbeitern sicherten sich mit einem Antrag Kurzarbeit. Im Mai sind die Zahlen nun wieder etwas gesunken, so gab es im Wonnemonat nur noch 78 Neuanmeldungen. Betroffen davon wären 1.060 Mitarbeiter. "Die endgültigen Zahlen, wer wirklich Kurzarbeit in Anspruch genommen hat, werden uns erst in fünf bis sechs Monaten vorliegen", meint Serbest. Denn mit dem Antrag hätten sich die Unternehmen vorerst die Möglichkeit gesichert, ihre Mitarbeiter gegebenenfalls ganz oder teilweise in Kurzarbeit zu schicken, um dann den tatsächlichen Arbeitsausfall mit einem Antrag abzurechnen. "Wir arbeiten eingehende Anträge sehr schnell ab und setzen alles daran, dass Unternehmen jeweils am Monatsende ihr Geld von uns bekommen", versichert Dagmar Froelich.

Autor:

Mareike Kerouche aus Stade

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