Einzelhandel in Bützfleth leidet unter Baustelle

Ortsbürgermeister Sönke Hartlef auf der Baustelle im Dorfzentrum
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Ortskernsanierung: Zweiter Bauabschnitt ab Frühjahr / Bürgermeister: "Ein langer und harter Weg"

tp. Bützfleth. Halbzeit bei den Bauarbeiten am Obstmarschenweg in Bützfleth. Der erste Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung. Geschäftsinhaber in der Ortsmitte müssen sich angesichts der Unannehmlichkeiten weiter in Geduld und Toleranz üben.

Beim ersten von zwei neuen Verkehrskreiseln liegen die Bauarbeiten in den Endzügen. Herzstück des zweiten Bauabschnittes wird der zweite Kreisverkehr, der die nicht mehr zeitgemäße Ampelkreuzung ersetzt.

Ausschreibung und Auftragsvergabe erfolgen ab Februar. Je nach Wetterlage beginnen kurz darauf die Bauarbeiten. Zur angepeilten Fertigstellung Dezember 2017 heißt es nach fast zweijähriger Sanierungsdauer "freie Fahrt".

Seit März wurde am Obstmarschenweg zwischen Schule und Bäckerei die Fahrbahn auf 6,50 Meter zugunsten des Rad- und Gehweges verengt. Weiter standen der Bau des Kanals, einer Bushaltestelle vor der Schule und eines Kreisels mit 30 Metern Durchmesser auf dem Plan. Der zweite Bauabschnitt von der Schifferstraße bis zum Flethweg beinhaltet den Bau zweier Bushaltestellen und eines Fahrradunterstands, die Erneuerung des Regenwasserkanals sowie die Anbindung der Elsternstraße an den Obstmarschenweg.

"Ein Ziel ist es, die ortsansässigen Betriebe zu stärken", erklärt Bürgermeister Sönke Hartlef. "Das wird nach der Fertigstellung sicher erreicht - aber der Weg dorthin ist hart." Denn während der Bauphase mit Staus, langen Ampelphasen und veränderter Verkehrsführung hätten es gerade die Einzelhändler sehr schwer. Gegenüber dem WOCHENBLATT beklagte ein Geschäftsinhaber massiven Kundenrückgang, sprach von einer beinahe existenzbedrohenden Situation. Der Bürgermeister appelliert an alle Bützflether "ihren" Betrieben die Treue zu halten.

Des Weiteren litten Anwohner der Elsternstraße unter dem Verhalten von Verkehrsrowdys, die zu schnell und oft auch entgegen der Einbahnstraßenrichtung fahren würden.

Die Informationspolitik der Bauverwaltung der Stadt Stade habe bisher sehr gut funktioniert, so Hartlef. Beispielsweise hätten Korrekturen der Ampelphasen zur Verbesserung des Verkehrsflusses geführt. Immerhin rollen täglich ca. 12.000 Fahrzeuge durch die Stader Ortschaft.

Zudem seien die Interessen der Betriebe entlang des ersten Bauabschnittes im Rahmen der Möglichkeiten stets berücksichtigt worden, so Hartlef in seiner Zwischenbilanz.

"Eine solche Großbaumaßnahme, die sicherlich nur alle 40 bis 50 Jahre ansteht, benötigt nun einmal ihre Zeit", so Hartlef. "Sie wird das Ortszentrum aber deutlich aufwerten und den Aufenthalt dort sicherer und attraktiver machen." Die Bau-Investition von mehr als fünf Millionen Euro werde der Ortschaft am Ende gut tun.

• Eine Anlieger-Infoveranstaltung zur Ortskernsanierung findet am Donnerstag, 15. Dezember, 18 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Bützfleth statt.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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