Corona-Regeln
Gartencenter und Blumenläden dürfen in Niedersachsen ab Samstag, 13. Februar, öffnen

Rechtzeitig zum Valentinstag am Sonntag, 14. Februar, dürfen die Blumengeschäfte am Samstag wieder öffnen
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  • Rechtzeitig zum Valentinstag am Sonntag, 14. Februar, dürfen die Blumengeschäfte am Samstag wieder öffnen
  • Foto: GMH/BVE
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

(bim/ts). Niedersachsen erlaubt während des Lockdowns einige wenige Erleichterungen: Ab dem morgigen Samstag, 13. Februar, dürfen Gärtnereien, Gartencenter und Gartenmärkte und alle weiteren Verkaufsstellen für Schnittblumen, Topfblumen und Topfpflanzen sowie für Blumengestecke und Grabschmuck öffnen, teilte die Landesregierung am heutigen Freitag mit. Randsortimente wie Töpfe, Blumenschmuck und Gartenartikel dürfen ebenfalls verkauft werden. Der Verkauf von Pflanzen und Blumen ist außerdem auch auf Wochenmärkten und im landwirtschaftlichen Direktverkauf sowie in Hofläden gestattet.
Zudem sind Probefahrten im Auto- und im Fahrradhandel zugelassen. Kunden dürfen nur allein oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts fahren und müssen eine FFP2-Maske tragen.
Der Lockdown in Deutschland zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird bis zum 7. März verlängert. Bund und Länder verständigten sich am Mittwoch aber auf erste Lockerungen schon ab Anfang März: Friseure sollen ihre Geschäfte am 1. März unter strengen Hygieneauflagen (Termine nur nach Anmeldung, Tagen einer medizinischen Maske oder FFP2-Maske) wieder öffnen dürfen.
Geschäfte des Einzelhandels, sogenannte körpernahe Dienstleistungsbetriebe (Kosmetiksalons, Massage-Praxen und Tattoo-Studios) sowie Museen und Galerien sollen ab einem stabilen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 möglich sein. Stabil bedeutet für die Dauer von mindestens drei Tagen, erläuterte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Anschluss an das Bund-Länder-Treffen. Im Einzelhandel würde dann eine Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche gelten.
Bei der schrittweisen Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten gilt keine bundeseinheitliche Regelung. Die Länder entscheiden jeweils selbst. Niedersachsen strebt eine Öffnung im März an. "Wir planen, im März alle Schulen im Wechselunterricht nach Szenario B laufen zu lassen. Die Kitas wollen wir zeitgleich ebenfalls öffnen und das Szenario B anpeilen", sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung eines Zehn-Stufen-Plans. Bis zu den Osterferien erhalten die mehr als 100.000 Lehrkräfte sowie übrige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an Schulen die Möglichkeit, sich einmal pro Woche mit Antigen-Schnelltests auf Corona bei niedergelassenen Ärzten testen zu lassen. Das gilt auch für die rund 80.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kindertagesstätten und in der Tagespflege. Das Land übernimmt die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte der jeweilige Träger der Einrichtung.
Kinos, Theater, Konzertsäle und Musikclubs bleiben geschlossen.
Hotels, Pensionen und Gastronomiebetriebe dürfen weiterhin nicht öffnen. Einen Plan, der Perspektiven zur Öffnung enthält, wollen Bund und Länder erst ausarbeiten.
Im Amateursport gilt weiter ein Trainings- und Wettbewerbsverbot für Mannschaften und Gruppen. Lockerungen sind nicht in Sicht.

Reaktionen aus der Region: 

Carsten Matthies, Geschäftsführer Bellandris Matthies Gartencenter in Seevetal-Emmelndorf: "Unsere Zooabteilung durfte ja bisher ohnehin geöffnet bleiben. Wir können unser Gartencenter innerhalb eines Tages hochfahren und öffnen. Nur die Lieferung von frischen Blumen kann zwei Tage dauern. Aus Sicht des Einzelhandels bleibt die Lage schwierig. Finanzielle Hilfen sind noch nicht angekommen. Aber Ware kostet und muss bezahlt werden."
Katharina Kalinowsky, Friseur-Obermeisterin des Landkreises Harburg: "Wir freuen uns über die Öffnung und sind erleichtert. Da bis gestern noch nicht mal Hilfsgelder beantragt werden konnten, steht vielen Kollegen das Wasser bis zum Hals. Durch die prekäre Situation der Angestellten und Selbstständigen des Friseurhandwerks wurde Schwarzarbeit noch befeuert - und das eben ohne Hygienekonzept und Schutzmaßnahmen der Salons. Dieses Risiko wollte wohl auch die Regierung nicht mehr eingehen und hat uns erlaubt, wieder zu öffnen. Dazu werden Schutzkonzepte noch weiter verschärft. Medizinische Masken sind Pflicht und es wird eventuell eine Begrenzung der Personenzahl zusätzlich zu den Mindestabständen geben.
Friseurbesuche sind weiterhin sicher! Wir werden bereits durch Anfragen überrannt. Die Betriebe werden aber ein paar Tage brauchen, um diese Konzepte umzusetzen, weshalb viele Salons ihre Online-Buchungen erst später freigeben, auch, um zuerst die seit Dezember ausgefallenen Termine ihrer Stammkunden berücksichtigen zu können."

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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