"Die Situation ist weiter alarmierend"
IHK-Blitzumfrage zeichnet düsteres Bild für Betriebe im Elbe-Weser-Raum

Maike Bielfeldt, 
Hauptgeschäftsführerin 
der IHK Stade
  • Maike Bielfeldt,
    Hauptgeschäftsführerin
    der IHK Stade
  • Foto: IHK Stade
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nw/bo. Stade. Schon die Konjunkturbefragung der IHK Stade für das erste Quartal 2020 zeichnete ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Situation für die Unternehmen im Elbe-Weser-Raum. Trotz erster Lockerungen des Shutdowns in der Corona-Pandemie zeigt aber auch das Stimmungsbild der dritten IHK-Blitzumfrage Anfang Mai, dass die Wirtschaft im Elbe-Weser-Raum stark unter den Einschränkungen leidet.

Geringe Nachfrage an Produkten

Bei jedem zweiten Unternehmen, das sich an der Umfrage beteiligt hat, steht die geschäftliche Tätigkeit noch immer komplett oder zu großen Teilen still. Außerdem beklagen die Betriebe die geringere Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen sowie anhaltende Stornierungen von Kundenaufträgen. „Die Situation ist weiterhin alarmierend“, sagt Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade. Die Mehrheit der antwortenden Betriebe rechnet in diesem Jahr mit Umsatzrückgängen im zweistelligen Bereich, ein Drittel gar mit einem Einbruch von mehr als 50 Prozent.

Nach der Blitzumfrage setzen 36 Prozent der antwortenden Unternehmen auf die Digitalisierung, um der Krise zu begegnen. Ein Drittel setzt auf neue Produkte und Kundengruppen. Ebenso stehen sie neuen Absatzmärkten und Vertriebskanälen offen gegenüber. Ferner werden Rationalisierungsmaßnahmen erwogen, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und die Kostenbelastung zu senken.

Innerhalb von zwei Wochen Betrieb aufnehmen

Bei schrittweiser Aufhebung der Beschränkungen sind die Unternehmen nach eigenem Bekunden zu einem schnellen Hochfahren in der Lage. „Viele unserer Betriebe haben Hygienekonzepte erstellt und Vorkehrungen in ihren Geschäften getroffen“, berichtet Bielfeldt. Ein Drittel der Firmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, könnten innerhalb von zwei Wochen wieder ihre Produktion bzw. ihren Betrieb vollständig aufnehmen. Mehrheitlich erhoffen sich die Unternehmen, noch in 2020 zu normalen Abläufen ihrer geschäftlichen Tätigkeit zurückkehren zu können. „Allerdings dürften die Konsum- und Investitionsplanungen bei Verbrauchern und Unternehmen sehr zurückhaltend bleiben, solange noch keine medizinischen Impf- und Wirkstoffe gegen das Virus zur Verfügung stehen“, ist sich Bielfeldt sicher.

Hintergrund der IHK-Umfrage: Um die wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Coronavirus zu ermitteln, hat die IHK-Oranisation vom 4. bis zum 6. Mai eine erneute bundesweite Online-Befragung durchgeführt. Im Elbe-Weser-Raum haben sich branchenübergreifend 61 Unternehmen beteiligt.

Autor:

Susanne Böttcher aus Buxtehude

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