Mieter stehen in Stade Schlange

Prämiert: Mehrfamilienhäuser an der Hahler Höhe
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Mega-Nachfrage nach günstigem Wohnraum: Bau-Offensive der Wohnstätte

tp. Stade. In Stade sind erschwingliche Mietwohnungen knapp und heiß begehrt. Dem Trend folgend, schafft die Wohnungsgenossenschaft Wohnstätte Stade in einer groß angelegten Offensive neuen Wohnraum insbesondere für Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen. In dem Bauprogramm sollen laut Wohnstätten-Geschäftsführer Dr. Christian Pape jährlich 70 bis 80 neue Wohnungen errichtet werden. Dabei gelte weiterhin das Motto der Genossenschaft, „Wohnungen für jeden“, wobei die Wohnstätte auf einen ausgewogenen Mieter-Mix achtet.

Aktuelles Beispiel: In der Heidesiedlung Riensförde wurden mit einem Zuschuss der Stadt von knapp 300.000 Euro in Kooperation mit „Viebrockhaus“ Harsefeld zwei neue Mehrfamilienhäuser errichtet. Die Verwaltung der 62 Wohnungen mit sparsamer Heiztechnik an der Celler Straße 1 und 3  liegt in den Händen der Wohnstätte. Laut Pape hat die Vermarktung begonnen. Während noch der Innenausbau läuft, finden Wohnungsbesichtigungen statt. Die ersten Mietverträge für die 30 bis 70 Quadratmeter großen Ein- bis Dreizimmerwohnungen wurden abgeschlossen, die ersten Bewohner ziehen zum Februar ein. Auf Wunsch der Stadt werden die Wohnungen zu etwa je einem Drittel an Bezieher von Transfereinkommen, an sogenannte Aufstocker bzw. Wohngeldbezieher sowie an freie Mieter vergeben.

Voll belegt sind schon die jüngst mit dem „Qualitätssiegel für sicheres Wohnen“ der Sicherheitspartnerschaft für Städtebau in Niedersachsen gekürten Neubauten in Hahle. In die Mehrfamilienhäuser Hahler Höhe 1 und Hahler Höhe 2 hat die Wohnstätte einschließlich der Energieversorgung 20 Millionen Euro investiert.

Die Bauaktivitäten der Wohnstätte, mit rund 2.500 Wohnungen größter Wohnungsanbieter in Stade, gehen weiter. Die Planung bis 2022 sieht ein Investitions- und Instandhaltungsprogramm von etwa 45 Millionen Euro vor, wovon etwa 25 Millionen Euro auf den Bestandserhalt entfallen. Schwerpunkt wird laut Pape der Stadtteil Kopenkamp sein.

„Aktuell befinden sich Vorhaben mit etwa 80 Wohnungen in Baugenehmigungsverfahren, die in den nächsten drei bis vier Jahren realisiert werden sollen.“ Es werden vor allem kleinere Wohnungen mit einer Größe von bis zu 60 Quadratmetern errichtet. Noch in diesem Jahr ist Baubeginn eines Mehrfamilienhauses an der Rainer-Lange-Straße.

Die Nachfrage nach kleinen Wohnungen ergibt sich laut Pape aus dem wachsenden Anteil kleinerer Haushalte, darunter Singles und Mütter mit Kindern nach Scheidungen, Senioren und junge Haushaltsgründer.

Insgesamt werden bis zum Jahr 2030 in Stade nach Einschätzung Papes rund 2.300 neue Wohnungen benötigt. Um den Gesamtbedarf zu decken, seien weitere Investoren gefragt: „Alleine wären wir überfordert.“

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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