Kulturwandel im Betrieb war Thema bei IHK-Treffen in Stade
Mitarbeiter in Prozesse einbeziehen

jab. Stade. „Der digitale und demografische Wandel stellt die Arbeitswelt auf den Kopf. Zugegeben etwas provokant formuliert, aber wir alle wissen, dass es so ist“ - mit diesem Worten eröffnete Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade, das Sommertreffen der Unternehmerinnen in der IHK Stade. Als Redner war Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur Niedersachsen und ehemaliger niedersächsischer Wissenschaftsminister, eingeladen. Bei dem Treffen diskutierten die Teilnehmer über den Kulturwandel und den Umgang mit Veränderungsprozessen in Unternehmen.

Im Fokus der Unternehmen sollte stehen, die Mitarbeiter bei Prozessen mitzunehmen, so Stratmann. Das fördere die Arbeitszufriedenheit. Dafür eigne sich insbesondere das Beratungsaudit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“, das Stratmann beim IHK-Treffen vorstellte und das sowohl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite als auch von Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie dem Bundesarbeitsministerium unterstützt wird. Laut Untersuchungen des Weltwirtschaftsforums werden zwar in den kommenden fünf Jahren 75 Millionen Aufgaben durch die Digitalisierung wegfallen, aber knapp doppelt so viele Aufgaben hinzukommen. Diese Aufgaben müssen Betriebe ihren Mitarbeitern "schmackhaft machen".

Auch der Bewerbermarkt habe sich verändert. „Während sich noch vor zehn Jahren die Firmen ihre Mitarbeiter unter einer Vielzahl von Bewerbern aussuchen konnten, ist es heute genau umgekehrt und der Bewerber entscheidet aus einer Vielzahl von möglichen Arbeitgebern“, so Bielfeldt. Neben der Bezahlung und der Nähe zum Wohnort seien heute vor allem Aspekte wie Wertschätzung, Teamarbeit und flexible Arbeitszeit- bzw. Arbeitsortmodelle wichtig.

„Demografie und Digitalisierung sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Gerade kleine und mittlere Unternehmen brauchen sowohl bei dem einen als auch beim anderen Thema oftmals professionelle Begleitung. Das Audit kann hilfreich sein, um Veränderungsprozesse durch die Belegschaft mitzutragen und damit eine Identifizierung mit dem eigenen Betrieb nach außen sicherzustellen“, sagte Maike Bielfeldt abschließend.

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