Die Touristen sind zurück
Nachfrage bei individueller Urlaubsplanung in Stade gestiegen

Der Parkplatz am Hafen in Stade füllt sich zusehends mit Fahrzeugen aus anderen Regionen Deutschlands
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jab. Stade. Sommerzeit ist Reisezeit - auch mit Corona. Die Sommerferien sind bereits in vollem Gange, rund die Hälfte aller Bundesländer ist im Urlaubsmodus. Auch in der Hansestadt Stade zeigen sich Fahrzeuge mit Kennzeichen von Borken in Nordrhein-Westfalen bis hin zu Schleswig in Schleswig-Holstein. Und auch die ersten Reisebusse aus Richtung Bayern sind schon angerollt. Doch die Nachfrage im Tourismus bleibt verhalten, meint Frank Tinnemeyer von der Stade Marketing und Tourismus GmbH.

Zwar liegen derzeit noch keine aussagekräftigen Zahlen vor, trotzdem vermutet Tinnemeyer für diese Zeit des Jahres deutlich veränderte Zahlen als zum Vorjahr. "Der Beginn im Tourismus war wegen der Corona-Pandemie deutlich verhaltener." Die Menschen seien noch vorsichtig. Das merke man auch daran, dass sich die Art der Nachfragen verändert hat.

Vor allem der individuelle Tourismus sei im Kommen. "Die Menschen möchten möglichst autark sein", so Tinnemeyer. Der Wohnmobilstellplatz war von Beginn der Lockerungen an sehr stark nachgefragt. Auch die privaten Vermieter von Ferienwohnungen seien zufrieden. Seit Himmelfahrt laufen die Buchungen gut an. Anscheinend warten die Reisenden mit ihrem Urlaub bis zur letzten Minute, denn kurzfristige Anfragen kämen häufiger vor als üblich.

Das merkt auch die Hotelbranche. Spontane Buchungen fielen in diesem Jahr auch hier vermehrt auf, sagt Tinnemeyer. Allerdings sei die Situation sehr durchwachsen. Tinnemeyer: "Es ist schon Kundschaft vorhanden, allerdings handelt es sich dabei vermehrt um Geschäftsleute." Was fehle, seien besonders die Gruppenreisen. Die ersten Gruppen seien angekommen, aber Busreisen liefen nur sehr langsam an.

Dieses Reise-Phänomen schlägt sich auch in anderen Bereichen nieder. Auch wenn schon die ersten Menschentrauben durch die historische Altstadt ziehen, die gebuchten Gruppenführungen fehlen. Die öffentlichen Gästeführungen werden schon wieder nachgefragt und besucht. Wobei Spezialführungen mit Besuchen von Museen oder kulinarischen Einlagen weiterhin nicht durchgeführt werden.

Was bei den touristischen Unternehmungen auffällt: "Die Leute wollen aufs Wasser", meint Tinnemeyer. Individuelle Aktivitäten wie beispielsweise Kanufahren, das allein oder in kleinen Gruppen durchgeführt werden kann, sind beliebt. Dass bald auch Fahrten mit dem Tidenkieker und Fleetfahrten angeboten werden können, daran wird schon gearbeitet.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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