Sieg mit Gesellenstück "Datenspeicher" für Dirk Oldenburg

tp. Oederquart. Der bodenständige Nachwuchshandwerker Dirk Oldenburg (24) aus Nordkehdingen weiß die Vorzüge eines wohnortnahen Arbeitgebers, den er seit Jahren persönlich kennt, zu schätzen: Seine Ausbildung zum Tischler absolvierte der junge Mann aus dem Dörfchen Dösenmoor im Familienbetrieb Rehmke im Nachbarort Oederquart, wo er das Restaurieren von "Omas Truhe" ebenso lernte wie den Einbau von Kunststoff-Fenstern. Seine Ausbildung schloss er mit Bravour als Innungsbester der Region ab. Zudem gelang ihm ein Erfolg im Rahmen des Wettbewerbs "Die Gute Form" auf Landesebene: Auf einer Messe wurde er mit seinem Gesellenstück Publikumssieger.

Am Stand des Landesverbands "Tischler Nord" auf der Verbrauchermesse "Infa" in Hannover wurden kürzlich die besten Gesellenstücke aus Niedersachsen und Bremen gekürt. Die Besucher hatten die Möglichkeit, ihr persönliches Lieblingsstück zu wählen. Dirk Oldenburg erhielt mit 467 die meisten Stimmen für seinen "Datenspeicher": Das zylinderförmige Regal bietet reichlich Stauraum für Aktenordner. Neben den sternförmig angeordneten Fächern sind die drehbaren, sich gleichzeitig öffnenden Schubladen Finessen des Lagermöbels.

Dirk Oldenburgs Chef, Tischlermeister Arne Rehmke (44), der die Tischlerei in dritter Generation führt, ist stolz auf seinen Super-Azubi. Die ländliche, aber modern ausgestattete Firma mit vier Mitarbeitern hat schon einige Male erfolgreich Kandidaten beim Wettbewerb „Die Gute Form“ ins Rennen geschickt.

Das Wettbewerbsziel, angehende Tischler anzuregen, über zeitgemäße Formgebung und gestalterische Fragen nachzudenken, deckt sich mit den täglichen Aufgaben in dem Familienunternehmen, in dem kreative Allrounder gefragt sind.

Dirk Oldenburg lernte den Bau von Küchen, stattete mit Kollegen einen Gastronomie-Betrieb ebenso mit Möbeln aus wie eine Kieferorthopädie-Praxis. Die Werkstoffe reichen vom lederbeschichteten Holz bis zur Glasplatte.

Bei der Tischlerei Rehmke, die er schon vor Jahren bei einem Schulpraktikum kennenlernte, absolvierte er seine bereits zweite Lehre. Zuvor lernte er Kfz-Mechatroniker in einer Mercedes-Werkstatt. Die Entscheidung für den Berufswechsel erfüllt Dirk Oldenburg im Nachhinein mit tiefer Zufriedenheit: "Man schafft etwas Bleibendes."

Neben Urkunde und Präsent war der Publikumspreis mit einem Stipendium dotiert, das Dirk Oldenburg in einer Fortbildung oder einen Meisterlehrgang investieren will. Nicht nur beruflich ist er strebsam: Der Single, der gerne Motorrad fährt, hat sich kürzlich ein eigenes Haus gekauft.

• Regulärer Wettbewerbssieger der "Guten Form 2016" wurde Floyd Küper von der "Holzwerkstatt Olaf Schröder" aus Rosengarten im Landkreis Harburg. Er überzeugte die Jury mit seinem Sideboard.

http://www.rehmke.com

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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