Existenz erneut bedroht
Pella Sietas Werft verlor wichtigen Auftrag

Die Pella Sietas Werft in Neuenfelde verlor die Ausschreibung für den Bau von drei Fähren für die HADAG
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wei/tk. Neuenfelde. Dass sich ein Unternehmen um einen großen Auftrag bemüht und am Ende leer ausgeht, ist nicht ungewöhnlich. Daher lässt es aufhorchen, dass die Pella Sietas Werft im Alten Land juristisch gegen eine letztendlich nicht gewonnene Ausschreibung vorgehen will. Die Traditionswerft in Neuenfelde wollte drei Fähren für die HADAG bauen und hatte bereits viel Zeit in die Planung investiert. Nur wenige Tage nach Abgabe des Angebots kam die Absage der HADAG. "Eine umfangreiche Prüfung kann gar nicht in so kurzer Zeit erfolgen", kritisiert Werftchefin Natallia Dean.

Darum geht es

Die Reederei hatte an einer Ausschreibung der HADAG teilgenommen, die eine Werft sucht, die drei sogenannte Plug-in-Hybrid-Fahrgastschiffe baut. Bereits wenige Tage nach der Abgabe des Angebotes hat HADAG dem Unternehmen die Absage geschickt. Daraufhin leitete Natallia Dean rechtliche Schritte ein und beauftragte Anwälte, die die Einleitung eines Vergabenachprüfungsverfahrens beantragt haben. Grund: Das Vergabeverfahren des Auftrags müsse nach den Vorgaben der Europäischen Union ablaufen. Dabei fordert der Auftraggeber, in diesem Fall die HADAG, eine unbeschränkte Anzahl von Unternehmen zur Abgabe von Angeboten auf. Jedes interessierte Unternehmen kann sich an der Ausschreibung beteiligen. "Bei so vielen möglichen Angeboten kann eine Prüfung innerhalb weniger Tage nicht durchgeführt werden", ist sich die Werftdirektorin sicher.

Warum das Ganze auch von politischer Bedeutung ist: Das Unternehmen HADAG ist ein Tochterunternehmen der Hamburger Hochbahn. Damit gehört es der Hansestadt Hamburg. Die Werft aus dem Alten Land ist ebenfalls ein Hamburger Unternehmen. "Für uns ist klar, Schiffe, die zukünftig in Hamburg fahren, sollten auch hier entwickelt und gebaut werden", sagt Natallia Dean.

Sie hofft, dass dem Antrag der Anwälte stattgegeben wird und alle Bieter zu einer erneuten Angebotsabgabe aufgefordert werden. Zu weiteren Details des Projekts will sich Dean aus rechtlichen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Sie betont aber: "Der Auftrag ist für die Auslastung unserer Werft von existenzieller Bedeutung." Denn der Bau von drei weiteren Schiffen bedeute volle Arbeitszeit für die gesamte Belegschaft und damit die Sicherung von Jobs. Der Auftrag sei entscheidend für die Zukunft des Unternehmens. Ohne diesen Auftrag müsse schon bald Kurzarbeit für viele Beschäftigte beantragt werden. Deswegen bestehe weiterhin ein großes Interesse daran, das HADAG-Projekt zu gewinnen.

HADAG-Vorstand Dr. Tobias Haack übermittelte dem WOCHENBLATT auf Nachfrage folgende kurze Aussage: „Die HADAG ist als öffentlicher Auftraggeber gesetzlich dazu verpflichtet, einen Neubauauftrag EU-weit auszuschreiben. Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich nicht zu laufenden Vergabeverfahren.“

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Die Pella Sietas Werft in Neuenfelde verlor die Ausschreibung für den Bau von drei Fähren für die HADAG
Werftdirektorin Natallia Dean hat rechtliche Schritte eingeleitet

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