Hotels und Restaurants
Shutdown für das Gastgewerbe: Betriebe sorgen sich um ihre Existenz

Thomas Cordes, Gastwirt und DEHOGA-Kreisvorsitzender im Landkreis Harburg
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(jd/wei/ts). Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Niedersachsen sieht die rund 20.000 gastgewerblichen Betriebe in dem Bundesland zu Unrecht von den harten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen. Restaurants und Bars müssten ohne epidemiologische Rechtfertigung schließen, kritisiert der Unternehmerverband des Gastgewerbes. In einem riesigen Kraftakt hätten die Betriebe strenge Hygienevorschriften an die Pandemie-Situation angepasst. Die Branche erwarte eine schlüssige Erklärung der Politik. "Wenn jetzt nicht gehandelt wird, werden ein Drittel der gastgewerblichen Betriebe in Niedersachsen den Winter nicht überleben", warnt der niedersächsische DEHOGA-Präsident Detlef Schröder.
Auch vor Ort ist die Stimmung gereizt: "Diese Entscheidung zu Lasten der Lokale und Hotels kann ich nicht nachvollziehen", sagt Frank Dede vom Vorstand des DEHOGA-Kreisverbandes Stade. Der Außer-Haus-Verkauf ist für Dede, der in Stade ein Hotel mit Restaurant betreibt, wegen der zahlreichen Lieferdienste in der Hansestadt keine lohnende Alternative. "Ich wollte einen neuen Koch einstellen und überlege nun, diesem wieder absagen." Bis auf die Azubis werde er seine Mitarbeiter nun wieder wie im Frühjahr in Kurzarbeit schicken müssen. Dede hofft, dass zumindest die auswärtigen Handwerker, die er seit ein paar Wochen zu Sonderkonditionen beherbergt, im Hotel bleiben dürfen.
Sie sei richtig wütend, meint Nicole Stubbe, Inhaberin von Stubbe's Gasthaus in Jork. Dieser zweite "Shutdown" werde einen erneuten finanziellen Einbruch zur Folge haben. Sie und ihre Mitarbeiter hätten keinerlei Verständnis für diese Maßnahme. An diesem Wochenende laufe der Betrieb noch normal weiter. "Wir haben unser Stint-Wochenende, der Fisch muss bis Sonntag verkauft werden", berichtet sie. Auch Stubbe bietet ab Montag dann wieder Essen zum Abholen an. Wie Dede schickt sei einen Großteil ihrer Mitarbeiter in Kurzarbeit.
Restaurants und Hotels hätten nachweislich nicht zum Anstieg der Infektionen beigetragen, sagt auch Thomas Cordes. Er betreibt das gleichnamige Hotel-Restaurant in Rosengarten-Sottorf (Landkreis Harburg) und ist DEHOGA-Kreisvorsitzender im Landkreis Harburg. Thomas Cordes hat Verständnis dafür, dass die Bundesregierung und die Länder auf die steigenden Infektionszahlen reagieren. Nicht nachvollziehbar sei für ihn aber, dass die Gastronomen belangt würden. 10.000 Euro habe er in einen Winterland genannten Eventraum investiert und dabei alle Hygieneauflagen berücksichtigt - und dann das. "Ob wir alle Weihnachten wieder aufmachen dürfen und können, steht in den Sternen, sagt er.
Zweifel hat Thomas Cordes, ob die von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) angekündigten Corona-Hilfen für das Gastgewerbe tatsächlich alle betroffenen Betriebe erreichen. "Beim letzten Mal, "sagt Cordes, "hat das ja nicht so gut geklappt."

Thomas Cordes, Gastwirt und DEHOGA-Kreisvorsitzender im Landkreis Harburg
Gastronomiebetrieb haben sich mit strengen Hygieneregeln an die Pandemie-Situation angepasst
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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