Viele Bankkunden sind wegen der Krise verunsichert
Wird wegen Corona auch Bargeld gehamstert? Mehr Abhebungen an den Bankschaltern im Landkreis Stade

An den Geldautomaten war das Verhalten der Kunden 
unterschiedlich: Bei einigen Banken gab es zu Beginn der 
Corona-Krise mehr Abhebungen, bei anderen weniger
  • An den Geldautomaten war das Verhalten der Kunden
    unterschiedlich: Bei einigen Banken gab es zu Beginn der
    Corona-Krise mehr Abhebungen, bei anderen weniger
  • Foto: DGSV
  • hochgeladen von Jörg Dammann

(jd). An diese Bilder können sich viele bestimmt noch erinnern: Während der griechischen Staatspleite vor zehn Jahren stürmten die Menschen die Banken des überschuldeten Landes, um ihre Ersparnisse abzuheben. Das war schon früher so: In Krisenzeiten packten viele das Bargeld lieber unter die Matratze oder versteckten es unter dem Dielenboden, als es auf dem Konto zu lassen. Hat die Corona-Krise jetzt auch dazu geführt, dass Bankkunden Bargeld hamstern wie andere Klopapier? Gab es einen Ansturm auf die Geldautomaten und Bankschalter?

"Wir haben gleich zu Beginn der Corona-Beschränkungen unsere Bargeld-Bestände deutlich aufgestockt, um gegebenenfalls dem höheren Bedarf gerecht zu werden", berichtet Axel Ahrens von der Kreissparkasse Stade. Diese Vorsorge war offenbar gerechtfertigt. Laut Ahrens gab es im März einen Anstieg bei den Auszahlungen der Geldautomaten. Auch am Schalter habe es vereinzelt größere Abhebungen gegeben. Man habe aber auch Kunden davon abbringen können, extrem hohe Bargeldbeträge mit nach Hause zu nehmen, weil das viel zu unsicher sei und es keinen Grund gebe, hohe Summen daheim zu horten.

Zwar gehören Banken und Sparkassen mit ihren Geldautomaten zu den systemrelevanten Einrichtungen, doch etliche Kunden befürchteten wohl, dass auch Geldinstitute geschlossen werden, falls sich die Pandemie weiter ausbreitet. Nach Angaben von Ahrens ist am Geldautomaten aber längst wieder Normalität eingekehrt. Mittlerweile sei sogar ein Rückgang zu verzeichnen: "Wir liegen bei den Automatenverfügungen jetzt etwa bei 75 Prozent des Wertes vor Corona."

Andere Erfahrungen machte man bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude: Dort sind die Geldabhebungen nach Einführung der Corona-Beschränkungen zurückgegangen. Die Verfügungen an den Automaten hätten rund 20 bis 25 Prozent unter dem üblichen Aufkommen gelegen. In der Karwoche sind dann die Umsätze wieder angestiegen und liegen aktuell wieder im "Normalbereich".

Höhere Bargeldbestellungen gab es wie bei der Kreissparkasse Stade an den Schaltern der Beratungscenter. Im Zeitraum von Mitte März bis Mitte April lagen hier die Auszahlungen deutlich über dem sonst üblichen Niveau, zum Teil beim Vierfachen der sonstigen Gesamtsumme. Aber auch das habe sich mittlerweile wieder normalisiert, heißt es seitens der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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