Zukunftswerkstoff CFK erobert Sportfliegerei

Motorflug-Ausbilder Kubilay Cavusoglu in der CFK/GFK-Maschine "Aquila"
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Neu: Zwei sparsame Leichtbau-Flugzege in der Flotte des Luftsportvereins Stade / Cokpit "wie im Airliner"

tp. Stade. Leicht, leise, sparsam: zwei neue Flieger aus den angesagten Kohlefaser- und Glasfaserverbundstoffen CFK und GFK hat jetzt der Luftsportverein Günther Grönhoff Stade in seiner Flotte. Das topmoderne Motorflugzeug "Aquila A 210" und der Segler „Duo Discus xT“ werden für Sport- und Reiseflüge und den Flugunterricht verwendet.
Kubilay Cavusoglu (46), Ausbildungsleiter Motorflug, nennt die besonderen Merkmale des nagelneuen CFK/GFK-Flugzeugs: "Es hat dank der besonderen Werkstoffe ein niedriges Gewicht und eine strömungsgünstige Form." Mit 16 statt 35 Litern Sprit je Flugstunde verbraucht "Aquila" weniger als die Hälfte wie ein herkömmliches Motorflugzeug seiner Klasse, kommt aber mit 240 km/h auf das selbe Maximaltempo. Das Gewicht wurde gegenüber einem vergleichbaren Normalflugzeug von 1.000 auf 750 Kilo reduziert. Die Reduzierung von vier auf zwei Sitze trägt ihr Übriges zur Sparsamkeit bei. Die Maschine verfügt über einen geräuscharmen Verbrennungsmotor der neuesten Generation, der statt "Benzin verbleit" das umweltfreundlichere "Super bleifrei" tankt und über eine elektronische Zündung verfügt. "Dazu ein voll-digitales Cockpit wie im Airliner", sagt Fluglehrer Cavusoglu und zeigt zwei Computerbildschirme mit Flugzeugnavigation im Glascockpit. CFK gilt als extrem langlebig, sodass die rund 130.000 Euro teure "Aquila" den Stader Freizeitpiloten wohl mindestens ein halbes Jahrhundert treue Dienste leisten wird.
Dank der ökonomischen Bauweise ist eine Flugstunde für Vereinsflieger mit rund 100 Euro erschwinglich.
Ähnlich gute Eingenschaften schreibt der Segelflug-Referent des Vereins, Jürgen Andree (56), dem etwa gleich teuren Segler "Duo Discus xT“ zu. Das Leichtbauflugzeug schafft bei guter Thermik problemlos 500 bis 600 Kilometer.
Die Entscheidung des Luftsportereins für "Vögel" aus dem den Trend-Baustoff CFK drückt die lokale Verbundenheit der Hobby-Piloten mit dem in Stade ansässigen Flugzeugbauer Airbus aus, der bestimmte Bauteile für große Passagierflugzeuge aus CFK herstellt. Viele Vereinsmitglieder arbeiten bei Airbus, seinen Zulieferern und im Leichtbau-Kompetenzzentrum "CFK-Valley Stade" und haben daher einen persönlichen Bezug zu dem Material.
• Der vor rund 50 Jahren gegründete Luftsportverein Günther Grönhoff verfügt seit jeher über eine Segelflugschule und seit einem Jahr auch über eine Motorflugschule für Privatpiloten. Zu einer Info-Veranstaltung "Motorflugausbildung" lädt der Verein am Samstag, 26. Oktober, 15 bis 17 Uhr ins Vereinsgebäude auf dem Flugplatz in Stade-Ottenbeck ein.
Kontakt: Tel. 04773 - 891104 (Motorflug-Referent Uwe Herrmann), Tel. 04165 - 999417 (Segelflug-Referent Jürgen Andree).
www.lsv-stade.de

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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