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Das erfreut die Bürger: Landkreis Stade senkt die Müllgebühren

Es wird im kommenden Jahr billiger, seinen Müll wegzuwerfen Foto: jd

Kreis spart Kosten bei Entsorgung / Sätze für Selbstanlieferer steigen aber


jd. Stade. Die Müllentsorgung wird für den Landkreis Stade ab dem kommenden Jahr deutlich günstiger. Im April 2019 läuft der bisherige Vertrag mit der Stadtreinigung Hamburg über die Abfallbeseitigung in der Müllverbrennungsanlage "Rugenberger Damm" aus. Die Hamburger haben zwar erneut den Zuschlag erhalten, doch die Konditionen für den Landkreis sind jetzt wesentlich günstiger: Künftig wird für den angelieferten Hausmüll nur noch 90 Euro statt 190 Euro pro Tonne fällig. Davon profitieren auch die Bürger: Wie bereits angekündigt, sinken die Müllgebühren im kommenden Jahr. Allerdings wird die Halbierung der Kosten nicht komplett "durchgereicht": Die Gebührensenkung beträgt im Schnitt 15 Prozent.

So wird nach der neuen Gebührensatzung für eine 60-Liter-Tonne - das ist die Mindestgröße bei einer vierköpfigen Familie - jährlich 101,16 Euro statt wie bisher 116,88 Euro berechnet (bei 14-täglicher Abfuhr). Beim gleichen Abfuhr-Rhythmus sind bei 80-Liter-Behältern künftig 126,36 Euro (bisher 144,12 Euro) zu zahlen. Auch bei den anderen Größen reduzieren sich die Gebühren entsprechend. Der Landkreis muss jedes Jahr eine neue Kalkulation vornehmen - auf der Grundlage der zu erwartenden Kosten und der Ergebnisse der Vorjahre. Die Abfallgebühren dürfen ausschließlich dazu dienen, die in diesem Bereich entstandenen Kosten zu decken. Es ist unzulässig, Einnahmen zu erzielen, um damit Haushaltslöcher zu stopfen.

Das bedeutet im Gegenzug aber auch, dass Gebühren angehoben werden müssen, wenn nach der bisherigen Kalkulation zu erwarten ist, das die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Das ist etwa der Fall, wenn jemand Haus- und Sperrmüll oder andere kostenpflichtige Abfälle bei den beiden Abfallwirtschaftszentren des Kreises in Stade und Ardestorf anliefert. Pro Kubikmeter werden künftig 61,50 Euro statt 35,92 Euro kassiert. Zwei Kubikmeter pro Woche pro Haushalt bleiben weiterhin kostenfrei. Beim Bauschutt und Altholz erfolgt eine Gebührenerhöhung von 48,75 Euro auf 60,52 Euro bzw. von 43,62 Euro auf 56 Euro je Kubikmeter.

Teurer wird es auch für die Gartenbesitzer, die Rasenschnitt, Laub oder Gehölz per Hänger oder im Kofferraum zu den Kompostierplätzen transportieren: Während die Gebühren für die Bioabfalltonnen konstant bleiben, werden selbst angelieferte Grünabfälle mit 8,50 Euro statt 5,90 Euro pro Kubikmeter in Rechnung gestellt.