Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Drogenmissbrauch und Ruhestörung beim Festival auf der Stader geest

Beim "Shining" treten stets zahlreiche DJs auf - hier eine Archivaufnahme von 2015 Fotos: Shining/Michael Hentschel/Archiv (Foto: Shining/Michael Hentschel/Archiv)

Nicht nur "Peace-Stimmung" beim Shining-Festival in Himmelpforten

tp. Himmelpforten. Veranstalter Michael Hentschel hatte ein friedliches Festival und zugleich das "größte Familientreffen des Nordens" angekündigt. Doch beim fünften Shining-Festival mit moderner elektronischer Musik (Goa, Trance), das von Freitag bis Sonntag laut Polizei ca. 700 bis 800 Besucher im Dörfchen Neu Kuhla bei Himmelpforten lockte, wurde nicht nur Peace-Stimmung verbreitet: Wie bereits in den Vorjahren, gingen bei den Ordnungshütern diverse Beschwerden wegen Ruhestörung durch Party-Lärm ein.

In den Bereichen nördlich des Veranstaltungsortes bis nach Hechthausen im Landkreis Cuxhaven waren 35 Polizisten aus dem Landkreis Stade, der Zoll aus Bremen, ein Hundeführer sowie Drogenkontrolleure aus der Region im Einsatz. Laut dem Stader Polizeisprecher Rainer Bohmbach hatten sie "an den drei Tagen alle Hände voll zu tun".

Insgesamt stellten die Beamten bei den "Elektro-Hippies" 31 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest, davon 15 Fahrten unter Drogeneinfluss bereits bei der Anreise. Zwei Autofahrer wurden mit Alkohol am Steuer erwischt, einmal lag eine Straßenverkehrsgefährdung vor, ein Haftbefehl wurde vollstreckt, und drei Autofahrer waren ohne Führerschein unterwegs.

Insgesamt mussten 18 Blutproben angeordnet werden. Bei 25 Gästen wurden Betäubungsmittel sichergestellt. Daneben kam es zu fünf weiteren Verkehrsordnungswidrigkeiten. Ein unter Drogen stehender Autofahrer rammte beim Rückwärtsfahren einen parkenden Streifenwagen.

Auf dem Gelände selbst musste die Polizei drei Mal wegen renitenter Personen eingreifen und den Rettungsdienst sowie den Sicherheitsdienst unterstützen.

Shining-Veranstalter Michael Hentschel, gegen den die Behörden im Vorfeld zahlreiche Auflagen verhängt hatten, war am Montag für das WOCHENBLATT nicht erreichbar.