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Ein Tag ohne Leitungswasser

Der Wassereimer steht auf dem Klo bereit Fotos: lt/tp
lt. Jork. Wie selbstverständlich drehen wir täglich den Wasserhahn auf, betätigen die Klospülung, gehen duschen oder stellen Geschirr- und Waschmaschine an. Bürger in der Gemeinde Jork müssen derzeit aber auch mal einen Tag ohne Wasser auskommen, weil der Trinkwasserverband Stader Land die Leitungen spülen lässt, um Ablagerungen zu entfernen und somit die Trinkwasserqualität zu sichern.
Wenn das passiert, dürfen jeweils zwischen 8 und 18 Uhr u.a. keine Wasserhähne aufgedreht oder Klospülungen betätigt werden, heißt es in einem entsprechenden Schreiben, das rund eine Woche vor dem geplanten Termin bei den Betroffen in den Briefkasten flatterte.
Es gebe immer wieder Hinweise auf trübes Wasser, das im Alten Land aus dem Hahn komme, so Fred Carl, Geschäftsführer des Trinkwasserverbandes. Deshalb die groß angelegte Spülaktion, bei der Eisen- und Mangan-Ablagerungen in den Leitungen beseitigt werden sollen.
In der Samtgemeinde Horneburg hat eine ähnliche Aktion im vergangenen Jahr stattgefunden, so Carl. Es sei vorstellbar, dass die Leitungen von nun an in regelmäßigen Zyklen von ca. fünf Jahren gespült werden, um Trübungen vorzubeugen. Dass dadurch die Haushalte einen Tag ohne Wasser auskommen müssten, sei hinnehmbar. Die Bürger hätten Zeit, sich darauf einzustellen und vorher Wasser - z.B. zur Klospülung - abzuzapfen. Die Heizung ist nicht betroffen.
Für Kindergartenleiterin Uschi Seliger vom DRK-Kindergarten "An der Este" ist ein Tag ohne Wasser allerdings nicht hinnehmbar. Sie ist deshalb froh, dass der Trinkwasserverband ihr an dem Tag der Spülung einen Wasserwagen zur Verfügung stellt. "Wenn 100 kleine Kinder zwischen 7 und 17 Uhr immer mal wieder auf Toilette müssen, wie viele Eimer Wasser sollten wir da denn vorher abzapfen?", fragt Uschi Seliger. Dank des Wasserwagens funktioniert die Spülung der Toilette wie gewohnt. Trinkwasser werde für den Tag extra eingekauft.
Ute Hilpert von der Gemeinde Jork bestätigt, dass in sensiblen Bereichen wie Kindergarten oder Schule die Zusammenarbeit mit dem Trinkwasserverband reibungslos funktioniere. Schon Wochen im Voraus werde besprochen, wie der Tag ohne Wasser am Besten überbrückt werden könne.