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Erinnerung an Schlesien

In Oldendorf kamen jüngst Menschen mit schlesischen Wurzeln und deren Angehörige zusammen (Foto: Johann Schlichtmann)
lt. Oldendorf. Erinnerungen an ihre Kindheit in Schlesien und die Flucht nach Deutschland kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges tauschten jetzt rund 30 Menschen mit schlesischen Wurzeln und deren Angehörige bei einem Treffen im Landgasthof Heins in Oldendorf aus.
Wie berichtet, hatten Ursula Wick, geb. George, und Inge Rathjens, geb. Neumann, beide geboren in Konradswaldau (Kreis Guhrau in Niederschlesien), zu dem Treffen eingeladen. Ziel der Zeitzeugen war es auch, Angehörigen von bereits Verstorbenen bei der Spurensuche zu helfen. Viele der damals mehr als 4,5 Millionen vor der Roten Armee Geflüchteten leben schon nicht mehr.
Diejenigen, die sich noch an die Flucht erinnern können, berichteten mit Hochachtung von den Müttern, die mit fünf, sechs, acht oder auch noch mehr Kindern ganz auf sich gestellt den Weg in Richtung Westen gingen und dabei manchmal auch verstorbene Töchter und Söhne in eisiger Kälte zurücklassen mussten.
Zum Abschluss gab es noch einen Reisebericht von Ute Schlichtmann über eine Fahrt nach Konradswaldau im Frühjahr 2018. Außerdem konnten sich die Teilnehmer Bilder aus Guhrau (heute Gora) und Konradswaldau (heute Wroniniec) ansehen.
Ein weiteres Treffen ist für den Volkstrauertag in diesem Jahr geplant.