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Frischer Wind aus Berlin bei den Museen Stade

Verschafft sich gerade einen Überblick über Stade und seine Museumslandschaft: Paula Arslan

Paula Arslan ist neue Museumspädagogin / Hans-Georg Ehlers geht in den Ruhestand


tp. Stade. Generationswechsel bei den Museen Stade: Paula Arslan (41) aus Berlin ist neue Museumspädagogin. Sie übernimmt den Posten von Hans-Georg Ehlers (65), der sich nach 34 Jahren als Leiter der Bildung und Vermittlung sukzessive in den Ruhestand verabschiedet. 

Paula Arslan ist verheiratet und hat eine einjährige Tochter. Sie zog mit ihrer Familie kürzlich aus der Bundeshauptstadt nach Stade, wo sie von ihrem Vorgänger eine gut funktionierende museumspädagogische Abteilung übernimmt. Bis  heue haben mehr als 100.000 Kinder Ehlers' spannenden Geschichten über die Eiszeit, die Wikinger, die Hanse-Kaufleute und die Schwedenzeit zugehört.

Nun ist Paula Arslan vielseitig gefordert, um die Ausstellungen dem Publikum im Schwedenspeicher, auf der Museumsinsel und im Kunsthaus näher zu bringen und darüber hinaus ein begleitendes Programm zu entwickeln. Das Konzipieren besonderer Angebote sind dabei wichtige Aufgaben.

Paula Arslan sammelte Erfahrungen in verschiedenen Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin, wo sie Konzepte und Workshops entwickelte. Die Schwerpunkte veränderten sich entsprechend der Ausstellungen und des Museums. Immer wieder neu war auch das Publikum: Ob Kinder und Jugendliche, Flüchtlinge, Schulklassen und Studenten, Kunstkenner oder Museums-Neulinge - alle erhielten über Arslan einen vertiefenden inhaltlichen Zugang zu den Ausstellungen.

Begonnen hat Paula Arslan, die ursprünglich aus Trier stammt, ihre Arbeit 2007 als Kunstvermittlerin bei den Skulptur-Projekten in Münster. Davor war sie bereits in der Jugendarbeit tätig. „In der Praxis nutze ich meine Perspektive als Künstlerin, um die Besucher einzubeziehen, zu persönlichen Betrachtungen zu ermutigen und eigene Fragen zu stellen“, so Arslan, die selbst als Künstlerin kreativ tätig ist. „Mir ist es wichtig, zwischen Besuchern und Museum einen lebendigen Dialog herzustellen, der sich über den Besuch hinaus fortsetzt."

Auch wenn sich Arslan erst noch einen Überblick verschaffen muss, ist sie schon jetzt von den Museen Stade begeistert: „Es spornt mich an, die Besucher auf die wunderbare Museumslandschaft aufmerksam zu machen und die Häuser aktiv mit zu gestalten. Besonders am Herzen liegt mir hierbei das Interesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“

Dass Ausstellungsbesuche allen Altersgruppen Spaß bereiten können, wurde in den Museen Stade mit Hans-Georg Ehlers bereits über mehr als drei Jahrzehnte erprobt. Erste neue Formate - wie z.B. das Kunstgespräch im Goebencafé - stießen auf so große Resonanz, dass jetzt das Vermittlungsangebot für Erwachsene erweitert werden soll. Dies mit frischem Wind auf den Weg zu bringen und Neues auszuprobieren, sind Arslans vorrangige Ziele.