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Frischer Wind in altem Haus: Mit jugendlichem Elan setzt sich Kai-Janis Meyer für die Jugendarbeit ein

Planen die nächsten Aktionen des Kreisjugendringes: Kai-Janis Meyer und Wenke Reimann Fotos: jd
 
Meyer hat sich bereits intensiv in die Themen eingearbeitet
jd. Stade. Ein unscheinbarer Altbau an der Harsefelder Straße in Stade: Das in die Jahre gekommene Gebäude ist Sitz des Kreisjugendrings. Doch der äußere Anschein trügt. Durch die Räume weht ein frischer Wind. Der Zusammenschluss von rund 40 Vereinen im Landkreis, die Jugendarbeit betreiben, hat einen neuen Jugendbildungsreferenten. Seit Anfang Juni bekleidet Kai-Janis Meyer diesen Posten. Der 27-Jährige hat sich mit geradezu jugendlichem Elan auf die Aufgabe gestürzt, obwohl diese nicht von Dauer ist: Meyers Vertrag läuft nach einem Jahr aus. Dann will die langjährige Bildungsreferentin Anna-Katharina Wellnitz aus der Elternzeit zurückkehren.

Der "Neue" in der KJR-Geschäftsstelle sieht seine Tätigkeit beim Kreisjugendring aber ganz und gar nicht als einen "Job auf Abruf": Er möchte in diesem einen Jahr wichtige Projekte anschieben. "Dazu gehört auch die Frage, wie sich der Kreisjugendring künftig inhaltlich positioniert", erklärt Meyer. Überlegt werde, das Thema Diversität stärker in Fokus zu rücken. Jugendarbeit unter dem Aspekt der Diversität zu betreiben, bedeute, bewusst auf die Vielfalt der Menschen etwa in kultureller oder auch religiöser Hinsicht einzugehen und dabei das Miteinander zu fördern. Das gleiche gelte in Bezug auf junge Menschen mit und ohne Behinderung.

"Bei diesem Thema sind wir aber noch ganz am Anfang", sagt Meyer. Eine Steuerungsgruppe soll Leitlinien erarbeiten. Unterstützung erhält der neue Bildungsreferent vom KJR-Vorstand, der ebenfalls noch recht neu im Amt ist: Die Vorsitzende Janine Leinemann und ihre beiden Stellvertreterinnen Tami Baldwin und Wenke Reimann wurden im April gewählt. Das Frauen-Trio ist Anfang bis Mitte Zwanzig und damit etwa im gleichen Alter wie Meyer: vier "Twens" an der Spitze des Kreisjugendrings.

Das niedrige Durchschnittsalter ist sicher nicht von Nachteil. Schließlich geht es bei der Zielgruppe um Kinder und Jugendliche. Meyer kommt aus der Jugendarbeit und ist dort noch immer aktiv: "Ich engagiere mich seit Jahren ehrenamtlich in einer Jugendgruppe der Neuapostolischen Kirche", berichtet der gebürtige Stader, der am Vincent-Lübeck-Gymnasium sein Abitur gemacht und anschließend in Münster auf Lehramt studiert hat.
"Über Umwege bin ich jetzt hauptberuflich in der Jugendarbeit gelandet", sagt Meyer.

Vielseitiger als der Lehrerberuf dürfte die Referenten-Tätigkeit allemal sein: Beim Besuch des Redakteurs liefen die Vorbereitungen für eine Ferienfahrt nach Spanien und eine internationale Jugendbegegnung in der Slowakei auf Hochtouren. Für die Spanien-Fahrt war kurzfristig ein Teamer ausgefallen. Meyer musste sich um Ersatz bemühen, zur Not wollte er selber einspringen. Dabei war er gedanklich schon voll in der zweiten Jahreshälfte, obwohl diese gerade erst begonnen hat: "Ich muss schon die Fortbildungen im Herbst organisieren."

Auch um die Mitglieds-Vereine will Meyer sich künftig intensiver kümmern: "Wir könnten als Kreisjugendring mehr Service bieten, um als Ansprechpartner noch besser wahrgenommen zu werden."

Vize-Vorsitzende Wenke Reimann, die gerade in der Geschäftsstelle vorbeischaut, ist begeistert vom Schwung, den Meyer in den "Laden" bringt: "Vielleicht bietet sich ja die Chance, ihn nach diesem Jahr weiter zu beschäftigen."

www.kjr-stade.de