Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Gemeinsam in eine gesündere und lebensfähigere Zukunft

Sie wollen ein umfangreiches Netzwerk für mehr Nachhaltigkeit im Alltag schaffen: Regina Starzonek (2.v.li.), Frank Jablonski und David Krüger (5. und 7. v. li.) und weitere Mitstreiter (Foto: Regina Starzonek)
 
Frank Jablonski (v.li.), Regina Starzonek und David Krüger arbeiten bereits an ihren Folgeprojekten

Gründer einer Initiative für mehr Nachhaltigkeit informieren über Vortragsreihe "Geht's noch anders? - Zeit für Alternativen" 

(ab).
 Ihr großes Projekt soll keine Kopfgeburt bleiben, sondern in den eigenen vier Wänden in Angriff genommen werden: Frank Jablonski von der EEB (Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen Nord), Miriam und David Krüger aus Ahrensmoor und Regina Starzonek aus Apensen möchten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN), die "Sustainable Development Goals", kurz SDGs, regional umsetzen. "Wir wollen diese Ziele lokal angehen, langfristig und dauerhaft", erläutert David Krüger. "Dazu möchten wir möglichst viele Menschen mit ins Boot holen."

Noch nicht mal zwei Monate ist es her, als sich das Quartett an einen Tisch setzte, um das Vorhaben anzuschieben. Inzwischen haben sich dem Team viele weitere Mitstreiter angeschlossen und in wenigen Wochen in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Buxtehude sowie "Engagement Global", einem Service, der entwicklungspolitische Vorhaben finanziell und beratend fördert, die Vortragsreihe "Geht's noch anders? - Zeit für Alternativen" auf die Beine gestellt. Start ist am Montag, 11. Februar, in Buxtehude: Im Gemeindehaus St. Petri hält der Soziologe Prof. Dr. Frank Adloff von der Universität Hamburg um 19 Uhr den Vortrag "In welcher Zeit leben wir? - Eine Gesellschaftsdiagnose zwischen Krise und Hoffnung". Der Eintritt ist frei.

Die Vortragsreihe soll erst der Anfang sein, erklären David Krüger, Regina Starzonek und Frank Jablonski im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Kennengelernt hatten sich die Hauptinitiatoren bei einer Veranstaltung des Biohofs Meibohm in Ahrenswohlde. Dort ging es um das Thema Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi), bei der sich Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, um eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Im Klartext: gemeinsam Obst und Gemüse anbauen und pflegen und den Ernteertrag auf alle verteilen. 

"Von dem Interesse an SoLaWi waren wir bei der Veranstaltung alle sehr überrascht", sagt Frank Jablonski. Gerade für eine ländliche Region wie diese sei der Zulauf erstaunlich. Aber es zeige auch, wie sehr das Thema Nachhaltigkeit die Menschen bewege. Synergieeffekte und das Bilden solidarischer Gemeinschaften stünden im Fokus, so Krüger. Begriffe wie "Permakultur", ein Konzept, das auf nachhaltige und naturnahe Kreisläufe zielt, oder "Transition Network", das gemeinsame Einläuten und Beschreiten eines Wandels, wollen die Initiatoren in Gemeinschaft mit anderen mit Leben füllen.

"Dabei soll nicht der Gedanke ,Was dient mir?' im Vordergrund stehen, sondern über die eigenen Grenzen hinausgedacht werden", fügt Frank Jablonski hinzu. "Wir möchten Impulse setzen, die Menschen danach aber nicht alleine lassen", ergänzt Regina Starzonek. "In Planung sind Workshops - und weitere Projekte." 

• Kontakt und Infos unter www.eeb-stade.de. Mehr über die Referenten der Vortragsreihe in den kommenden Ausgaben.



Ziele der Vereinten Nationen
Die 17 Ziele und 169 Unterziele der UN für nachhaltige Entwicklung sollen der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen. Sie traten am 1. Januar 2016 in Kraft und sollen innerhalb von 15 Jahren bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden. Zu den Hauptzielen gehören u.a. Frieden, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft, Wasser und Verbesserung der Hygiene, Energie, Bildung, Armutsbekämpfung, Gesundheit, Klimawandel, Umwelt und das Managen natürlicher Ressourcen sowie Beschäftigung. (Quelle: Wikipedia)