Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Hinschauen und erinnern am Volkstrauertag

Hinrich Suhr vom Vorstand des Altländer Sportclubs hielt eine Rede am Volkstrauertag Fotos: lt
lt. Estebrügge. Ist der Volkstrauertag ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert oder ist er heute notwendiger denn je? Diese Frage stellte Hinrich Suhr (30) vom Vorstand des Altländer Sportclubs (ASC) bei der Kranzniederlegung auf dem Friedhof in Estebrügge (Gemeinde Jork) am vergangenen Sonntag. Vor allem vielen jungen Menschen sei heutzutage die Bedeutung dieses wichtigen Gedenktages gar nicht mehr klar.
Frieden in Deutschland sei für seine Generation selbstverständlich, doch längst nicht alle Menschen auf der Welt hätten das gleich Glück, so Hinrich Suhr.
Der Volkstrauertag sei ein Tag zum Innehalten und sollte dazu anregen, die eigene Haltung zum Geschehen in der Welt zu überdenken. Man dürfe nicht wegschauen angesichts von Terror und Gewalt und den vielen Menschen, die davor flüchten müssen. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges müsse man zugeben, dass sich die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden leider nicht erfüllt habe und müsse sich fragen, ob die Menschheit gar nichts aus ihren Fehlern gelernt hat.
"Wir müssen ein Zeichen der Hoffnung und des gemeinsamen Handelns setzen und an die Politik appellieren, andere Lösungen für Konflikte zu finden als den Krieg", so Hinrich Suhr. Sich an die Vergangenheit zu erinnern und der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken, sei heute notwendiger denn je.
Gemeinderatsmitglied Michael Eble (CDU) betonte, dass "das Wir vor dem Ich" stehen sollte und man wachsam bleiben müsse - insbesondere in Hinblick auf die vielen rechtsextremen Strömungen in der Welt.
Am Kriegerdenkmal für gefallene Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Estebrügger Friedhof legten Feuerwehr, Schützengilde, Sozialverband, Gemeinde und der ASC Kränze nieder. Auch in den anderen Gemeinden des Landkreises sowie in Stade und Buxtehude kamen am vergangenen Wochenende zahlreiche Menschen zusammen, um der unzähligen Kriegstoten zu gedenken und Kränze niederzulegen.