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Immer mehr Spritzen in Gelben Säcken 

Medizinischer Abfall aus dem Gelben Sack Fotos: Karl Meyer AG Wischhafen

Verletzungsgefahr für Müllwerker: Recyclingunternehmen zählt 45 Fälle in 20 Monaten

tp. Landkreis Stade. Die Sammlung der Gelben Säcke im Landkreis Stade ist für die Müllwerker der Karl Meyer Gruppe nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch gefährlich. Eine Gefahr geht von offenen Spritzen und Kanülen aus. Jetzt musste ein Müllwerker mit einer blutenden Wunde zur Untersuchung ins Krankenhaus. Die Verletzung wurde von einer Spritze in einem Gelben Sack in Mulsum verursacht. Dabei dürfen die medizinischen Abfälle gar nicht im Gelben Sack entsorgt werden.

Die Zahl der Fälle, bei denen offene Spritzen und Kanülen in den Gelben Säcken entsorgt werden, nimmt zu. Seit Anfang 2017 wurden beim Recycling Zentrum Stade (RZS) 45 Fälle gezählt, allein in den vergangenen vier Wochen waren es fünf. Die falsch befüllten Gelben Säcke wurden im gesamten Landkreis gesammelt. Die Dunkelziffer ist vermutlich noch deutlich höher, da nicht alle Spritzen in den Säcken auffallen.

Auffällig ist, dass nicht nur private Haushalte betroffen waren. Die falsch entsorgten Spritzen und Kanülen wurden auch in Gelben Säcken von Arztpraxen gefunden. In diesen Fällen ist es eindeutig und der Verursacher wurde direkt vom RZS schriftlich auf die gefährliche Fehlbefüllung der Gelben Säcke hingewiesen. Schwieriger wird es bei Mehrparteienhäusern oder bei Sammelplätzen.

Deshalb bitten die RZS-Mitarbeiter alle Bürger darum, keine Spritzen und Kanülen im Gelben Sack zu entsorgen. Die falsche Entsorgung ist nicht nur für die Müllwerker gefährlich, da von ihnen eine Infektionsgefahr ausgeht. Auch Passanten, spielende Kinder oder Haustiere können sich an den Spritzen verletzen. Spritzen und Kanülen gehören - möglichst durchstichsicher verpackt - in die Restmülltonne.

Was gehört in den Gelben Sack? Infos dazu unter http://www.rzsstade.de/was-gehoert-in-den-gelben-s...