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Rauchen ist der "Killer Nummer eins"

Was passiert beim Rauchen mit der Lunge? Jörg Faber, Pneumologe, gab Antwort mit der Großaufnahme eines Raucher-Organs Fotos: tp

Warnung am Schüler-Gesundheitstag: Auch Shisha-Tabak ist giftig / Schließmuskelversagen durch Hasch

tp. Stade. Wie wirkt Alkohol im Körper? Was passiert beim Rauchen mit der Lunge? Wie gefährlich sind sogenannte sanfte Drogen wirklich? Fragen wie diese beantworteten Experten jugendgerecht am Schüler-Gesundheitstag auf Einladung der Elbe-Kliniken und der Kassenärztlichen Vereinigung am Dienstag im Stadeum. Zu Gast waren ca. 760 Schüler aus dem Landkreis Stade.

"Rauchen ist der Killer Nummer eins!": Mit direkter Sprache erreichte der Lungenfacharzt Jörg Faber das junge Publikum in dem bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Veranstaltungstempels. "Am Ende drohen Raucherlunge und Krebs mit Metastasen, die bis ins Gehirn streuen können", so Faber vom Lungenzentrum Stade. Patienten gingen am Ende "elendig zugrunde".

Übrigens warnte der Lungenarzt auch vor der Trend-Wasserpfeife Shisha, deren Rauch ebenfalls zahlreiche Gifte enthalte. "Wenn man's völlig falsch macht, droht eine Kohlenmonoxid-Vergiftung und eine Behandlung auf der Intensivstation." Gar nicht erst "mit so einem Quatsch" wie Rauchen anzufangen oder auch einfach damit aufzuhören, berge verlockende Vorteile: Kein unangenehmer Mundgeruch und eine Erholung der Geschmacksnerven. "Man merkt plötzlich wieder, wie gut manche Sachen schmecken", so Pneumologe Faber.

Mit einem  60-Sekunden-Countdown startete Dirk Schwarz, Polizeihauptkommissar aus Stade, sein Drogen-Quiz. Im Stil von "Wer wird Millionär?" stellte der Wachtmeister, der in der Jugend-Sportszene auch als Handballtrainer bekannt ist, die Kenntnisse der Schüler über Betäubungsmittel und Co. auf die Probe. Bekannt waren Crack, Hasch, Heroin, LSD und vieles mehr. "Ihr sei ja richtige Spezialisten!" Schwarz warnte indes: "Marihuana ist keine weiche Droge." Auf Besitz von mehr als sechs Gramm stehe unter Umständen eine Strafandrohung von einem Jahr Gefängnis. "Gratis zu jedem Rausch" gebe es übrigens den Zustand der Apathie inklusive Schließmuskel-Versagen. Wer will schon eingenässt und eingekotet vor seinen Freunden wegtreten?

Manche Suchtmittel schlagen sogar aufs Gehör, wie die Schüler von Professor Dr. Randolf Riemann, Chefarzt der HNO-Klinik am Elbe-Klinikum Stade erfuhren. Sein Vortragsthema hieß:  "Discothek - die Droge für das Ohr".