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Rollsplitt-Alarm im Landkreis

Nach Unterhaltungsarbeiten mit Rollsplitt auf der K36neu bei Horneburg gab es zahlreiche Beschwerden von Autofahrern Fotos: lt
lt. Landkreis. Achtung, Rollsplitt! Autofahrer brauchen wieder starke Nerven und Autoglaser reiben sich die Hände. Denn bekanntermaßen werden in der "Schotterzeit", die jetzt begonnen hat, zahlreiche Frontscheiben der sommerlichen Fahrbahn-Flickschusterei zum Opfer fallen. Steinschlag-Schäden sind programmiert.
Besonders schlimm traf es Autofahrer, die in der vergangenen Woche auf der K36 neu zwischen dem Horneburger Kreisel (B73) und der Autobahnauffahrt unterwegs waren. Der Straßenabschnitt war voller Rollsplitt. WOCHENBLATT-Leser berichten von unzähligen fliegenden Steinchen und einer akuten Gefährdung, weil es zu zahlreichen abrupten Bremsvorgängen kam. "Man wurde permanent getroffen", schreibt ein Leser. Er brauche nun eine neue Frontscheibe.
Und er ist wohl nicht der Einzige: Kreissprecher Christian Schmidt bestätigt, dass viele Beschwerden von Autofahrern bei der Behörde eingegangen seien. Der Kreis habe nun mit der beauftragten Straßenbaufirma Kontakt aufgenommen, um zu klären, ob bei den Sanierungsarbeiten etwas schief gelaufen sei. Nach WOCHENBLATT-Informationen hatte das Bindemittel nicht richtig geklebt. Der Splitt wurde inzwischen entfernt, der Asphalt ist allerdings nach der Maßnahme löchrig.
• Rollsplitt ist die einfachste und billigste Form, eine Fahrbahn auszubessern. Die Autofahrer werden dabei quasi als "Hilfsarbeiter" eingesetzt, indem sie mit den Autoreifen den Splitt in den Straßenbelag einwalken. Aus straßenbautechnischer Sicht ist die Methode laut ADAC-Experten längst überholt. Bessere Verfahren seien aber eben erheblich teurer.


• Neben den Unterhaltungsmaßnahmen mit Rollsplitt auf der K36 neu bei Horneburg hat der Landkreis auch Maßnahmen auf der K30, der Südumgehung Stade am Airbus-Werk, und auf der K73 in Immenbeck durchführen lassen.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr plant im August eine Rollsplitt-Maßnahme auf der L111 zwischen Baljerdorf-Süderdeich und Hörne. Bei der Oberflächenbehandlung werde die Straßenoberfläche mit einem bitumenhaltigen Bindemittel angespritzt und mit Splitt abgestreut, so Behördensprecherin Maren Quast.
Darüber hinaus werde es vereinzelt kleine Ausbesserungsmaßnahmen durch einen sogenannten Reparaturzug geben, der ebenfalls anspritzt und absplittet, jedoch nicht über die gesamte Fahrbahn, sondern nur partiell. Diese Arbeiten umfassen in Teilbereichen das gesamte Landesstraßennetz im Weser-Elbe-Raum. Start ist in Kürze, abgeschlossen sind die Arbeiten voraussichtlich Anfang Oktober.