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Stader Leierkastenmann hat den Dreh raus

Knut Friese mit der Drehorgel in der Stader Altstadt. Der weiße Stoffhund "Flöckchen" ist sein Maskottchen Foto: tp

Knut Friese (75) hat 200 Stücke im Repertoire / Erlös für den guten Zweck

tp. Stade. Über mangelnde Abwechslung können sich seine Zuhörer nicht beschweren: Drehorgel-Spieler Knut Friese (75), der dem Stader Weihnachtsmarkt mit festlichen Klängen eine nostalgische Note verleiht, hat mehr als 200 Stücke im Repertoire.

Vor sechs Jahre ließ Friese gemeinsam mit einer Handvoll Freiwilliger der Gruppe "Stader Drehorgelfreunde" die Tradition wieder aufleben, die auf den verstorbenen Kaufmann Werner Höhmann, einem der Weihnachtsmarkt-Initiatoren, zurückgeht. 

Bei den täglichen Auftritten in der adventlichen Budenstadt zwischen der Holzstraße und dem Fischmarkt kommt die 60 Jahre alte historische Drehorgel aus Höhmannschem Besitz zum Einsatz. "Man muss schon ein wenig musikalisch sein, um dieses im Grunde einfache Instrument richtig zu bedienen", sagt Knut Friese, Vater von drei erwachsenen Kindern und siebenfacher Großvater. "Denn wenn man zu langsam kurbelt, fängt die Orgel tatsächlich zu leiern an." Friese selbst hat längst den richtigen Dreh raus.

Übung machte bei ihm den Meister: Eine Wind-und-Wetter-Schicht auf dem Weihnachtsmarkt dauert vier Stunden. Der Einsatz lohnt sich. Jährlich belohnen Marktbesucher die Drehorgel-Vorführungen mit insgesamt rund 4.000 Euro. Das Geld kommt unter anderem einem Kinderhospiz und der Jugendarbeit der Stader DLRG-Wasserretter zugute. 

"Außerdem geben die Leute gerne eine Obolus für den Tierschutz", sagt Knut Friese, der sich in seiner Heimatstadt Stade vielfach ehrenamtlich engagiert. Der in Stade allseits beliebte Senior, der früher den Gartenmarkt Stade betrieb, ist Vorsitzender des Sozialverbandes SoVD Stade und war viele Jahre im örtlichen Vorstand des Technischen Hilfswerks.