Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Vor verschlossenen Türen

Reisende stehen zunächst ratlos vor der defekten Schiebetür in Stade Foto: jab
Schiebetüren lassen sich weder öffnen noch schließen

jab. Stade. Wer Stade mit der Bahn verlassen oder besuchen möchte, der steht zunächst vor verschlossenen Toren. Das WOCHENBLATT wurde durch einen Hinweis auf den Zustand aufmerksam gemacht, dass die Tür zur Bahnhofshalle auf der Straßenseite seit geraumer Zeit defekt und seit dem nur einen Spalt breit geöffnet sei.

Pendler, die regelmäßig mit der Bahn unterwegs sind, wissen dies bereits und gehen um das Gebäude herum. Kurios: Sind sie schmal genug, schlüpfen sie auch schon mal zwischen den geöffneten Schiebetüren hindurch. Stades Gäste hingegen stehen zunächst einmal vor halb verschlossener Tür und wissen nicht weiter. Kein Schild weist den Weg zum Bahngleis.
Nach Bitten eines Passanten wurden durch Angestellte in der Bahnhofshalle wenigstens handgeschriebene Zettel angebracht, die Reisende auf den defekten Zustand aufmerksam machen. Laut Pressesprecherin der Bahn, Sabine Brunkhorst, sei die jetzige Situation durch Vandalismus am Samstag, 16. Februar, hervorgerufen worden.

Eine Staderin erzählte auf WOCHENBLATT-Nachfrage, dass sich in der Bahnhofshalle wieder häufig Gruppen auf den kürzlich wieder aufgestellten Bänken niederlassen und Party machen. Für sie könnten diese Personen der Grund für den Vandalismus sein.
Inzwischen hat sich auch Bürgermeisterin Silvia Nieber an die Bahn gewandt. Laut Auskunft von Olaf Meyer, Bahnhofsmanagement Hamburg, sei ein Mitarbeiter vor Ort gewesen, der die Sache mit der Tür überprüft habe.

Die Tür lasse sich sich nicht einfach so reparieren. Die Schiebetür sei wohl mit Gewalt auf- bzw. zugeschoben, wodurch Teile verbogen wurden. "Es handelt sich hierbei nicht um einen technischen Defekt", so Brunkhorst.

Die Reparatur soll Ende dieser Woche stattfinden, da Ersatzteile erst bestellt werden müssen. Inzwischen sind auch offizielle "Defekt-Schilder" an die Tür geklebt worden. Ein Informationsplakat zur Instandsetzung soll noch folgen. Reisende müssen dennoch weiterhin allein ihren Weg zu den Gleisen finden.