Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Aus für Mini-Spielplätze?

Klein und unattraktiv: der Spielplatz an der Schiefen Straße in Stade Foto: tp

Stade braucht Gesamt-Konzept zur Folgenutzung wenig besuchter Anlagen

tp. Stade. Politik und Verwaltung der Stadt Stade denken über die Aufgabe sogenannter Kleinst-Spielplätze nach. Insgesamt haben sich die Verantwortlichen jedoch eine größere Aufgabe gestellt: Hinsichtlich der Spielplatzlandschaft soll ein Gesamtkonzept erarbeitet werden.
Wie berichtet, hatte der Stader Grünen-Politiker Ulrich Hemke eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gestellt, die im Rahmen der Einwohnerfragestunde auf der jüngsten Ratssitzung beantwortet wurde. Hemkes Fragen zielten auch auf die Folgenutzung der aufgegebenen Spielanlagen ab, etwa für den Wohnungsbau.
"Derzeit kann noch nicht abschließend gesagt werden, ob und welche Spielplätze in der Stadt Stade aufgegeben und einer anderen Nutzung zugeführt werden sollen", heißt es dazu vom Stadt-Sprecher Tjorven Plate. "Dies liegt darin begründet, dass es noch kein entsprechendes, vom Rat beschlossenes Konzept zu diesem Thema gibt."
Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe "Spielplätze" erarbeite aktuell konzeptionelle Ideen, nachdem die Bestandsaufnahme und -analyse zwischenzeitlich abgeschlossen worden sei. Nun werde "intensiv" über die Aufgabe einzelner Spielplätze - insbesondere Klein- und Kleinst-Spielplätze mit nur drei bis vier Spielgeräten - nachgedacht. Im Gegenzug sollen laut Plate andere Spielplätze qualitativ aufgewertet werden.
Wie berichtet, steuerte zum Thema Spielplätze auch der SPD-Ratsherr Oliver Kellmer interessante Ideen bei: Er regte im vergangenen Juni an, größere Spielplätze im Stadtgebiet geschlechtergerecht umzugestalten, um Jungen und Mädchen bewusst gleich gute Nutzungsmöglichkeiten zu bieten. (tp). Der Grüne Ulrich Hemke interessiert sich nicht nur für die Zukunft stillgelegter Spielplätze in Stade, sondern auch für die Verwendung von Friedhofs-Arealen, die u.a. wegen geringeren Platzbedarfs durch Urnenbestattungen brach liegen. Dazu heißt es von der Stadt, dass keine städtischen Friedhofsflächen zugunsten von Wohnbebauung aufgegeben werden sollen. Hemke mahnt in diesem Zusammenhang zu einem behutsamen Umgang mit den Friedhöfen, die möglicherweise einen höheren ökologischen oder historischen Wert besitzen. Auf dem Friedhof Am Hohenwedel/Trift liegen Grabstätten früherer bekannter Politiker, wie Nicolaus von Borstel. Die Verwaltung prüft, in welcher Form deren Grabstätten für Geschichtsinteressierte in Szene gesetzt werden können. Friedhofsflächen bleiben unbebaut