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Die Hansestadt als "Konzernmutter": Stade hat mehr als 25 Beteiligungen

Der Sitz der "Konzernzentrale": das Stader Rathaus Foto: tp/Archiv

Bürgermeisterin Silvia Nieber legt Abschlussbilanz für 2017 vor

jd. Stade. Was viele nicht wissen: Silvia Nieber ist als Bürgermeisterin nicht nur oberste politische Repräsentantin der Hansestadt Stade, sondern sozusagen auch "Konzernchefin". Stade ist an mehr als 25 öffentlich-rechtlich und privatwirtschaftlich organisierten Gesellschaften beteiligt. Für diesen städtischen Konzern hat Nieber kürzlich den Gesamtabschluss für 2017 vorgelegt. Die Bilanzsumme beträgt fast 560 Mio. Euro - mit einer Eigenkapitalquote, die viele Unternehmer aus der freien Wirtschaft sicher neidisch macht: Die Quote liegt bei stolzen 63,5 Prozent.

Neben den klassischen stadteigenen Regiebetrieben wie die Gebäudewirtschaft und die Kommunalen Betriebe (Bauhof) befinden sich mehrere sogenannte Eigengesellschaften hundertprozentig in städtischer Hand. Dazu zählen das Stadeum, die Marketing und Tourismus GmbH, das CFK Nord, das Existenzgründungszentrum sowie die Stader Betreuungsdienste.

An den Stadtwerken ist Stade mit 80 Prozent beteiligt, den Rest hält das Energieunternehmen Thüga. Eine "fifty-fifty" Beteiligung gibt es bei den Elbe Kliniken: Die eine Hälfte hält die Stadt, die andere der Landkreis Stade. Ebenfalls zu 50 Prozent ist die Stadt an der Sparkasse Stade-Altes Land beteiligt. Daneben bestehen noch verschiedene Minderheitsbeteiligungen zwischen 0,5 Prozent (Wohnstätte Stade) und 25 Prozent (Lühe-Schulau-Fähre).

Unterm Strich bleibt bei einem Gesamtertrag in Höhe von 178 Mio. Euro ein Überschuss von 5,3 Mio. Euro. Den höchsten Fehlbetrag innerhalb der Gesamtkonzernbilanz weist die Bädergesellschaft mit minus 2,3 Mio. Euro auf. Zuschussbetriebe sind weiterhin das Stadeum sowie die Marketing- und Tourismus GmbH. Ein deutliches Minus weist außerdem die Elbe-Schulau-Fähre auf.

Bürgermeisterin Nieber ist stolz darauf, den Konzernabschluss so frühzeitig unter Dach und Fach zu haben: "Wir sind eine der ersten Städte in Niedersachsen, die ihre Bilanz für 2017 vorlegen können." Das Zahlenwerk hat bereits das Rechnungsprüfungsamt passiert. Es gebe "keinen Anlass für Beanstandungen", so der Prüfer in seinem Bericht.