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"Endgültiger Verlust von Lebensräumen" durch A20

Gegner der Küstenautobahn sehen seltene Vögel in Gefahr

tp. Stade. Der Neubau der Küstenautobahn A20, deren Planungstrasse durch den Landkreis Stade verläuft, "ist eine Zerstörung von Lebensräumen für seltene oder gar einmalige Tiere und Pflanzen", so Uwe Schmidt, Sprecher des Koordinationskreises der Initiativen gegen die A20. Die geplanten „Umwelt“-Maßnahmen würden "nichts am endgültigen Verlust dieser Lebensräume für unsere Mitgeschöpfe ändern".

Durch die A20, deren Entwürfe jüngst bei Info-Märkten in Oldendorf und Engelschoff präsentiert wurden, "werden Fledermäuse sterben", ist sich Uwe Schmidt sicher. Auch Kiebitze, Braunkehlchen, Neuntöter und viele andere Vögel würden verenden, ebenso Schmetterlinge. Zudem sehen die A20-Gegner Orchideen und andere streng geschützte Pflanzenarten in Gefahr. Die geplanten sogenannten Ausgeichsmaßnahmen würden den Tod oder das Aussterben dieser Arten nicht verhindern.

Zahlreiche Wiesenvögel wie der Kiebitz würden durch die A20 ihre Brutplätze verlieren, warnt Uwe Schmidt. In Friedrichsfeld (Landkreis Friesland) soll neuer Lebensraum für diese Vögel geschaffen werden. "Doch die Vögel wissen nichts von den Umzugsplänen, welche die Planungsbehörden für sie entworfen haben. Sie werden auf diese Pläne pfeifen. Und sterben."

Nach Auffassung der A20-Gegner ist „die A20 ist das umweltschädlichste Straßenbauprojekt in ganz Deutschland". Wenn Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) von einer Aufwertung ökologischer Strukturen durch die geplanten Umweltmaßnahmen spreche, zeuge dies von gleichgültiger Unkenntnis oder von zynischer Beschönigung“, so Uwe Schmidt.