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Gemeinde schließt Planverfahren für "Entwicklungsbereich Airbus" nach 14 Jahren ab

Das Stader Airbus-Werk aus der Vogelperspektive (Foto: Martin Elsen)
lt. Stade/Agathenburg. Mit einem späten Satzungsbeschluss hat die Gemeinde Agathenburg kürzlich das Planungsverfahren für den "Entwicklungsbereich Airbus" nach rund 14 Jahren abgeschlossen. Die Hallen, um die es im Plan geht, stehen längst auf dem Gelände des Flugzeugbauers an der K 30 in Stade, auch Kompensationsmaßnahmen seien längst umgesetzt, so Agathenburgs Gemeindebürgermeister Gerd Allers - unter anderem am ehemaligen Munitionsdepot und auf dem ehemaligen Schießplatz auf Agthenburger Gemeindegebiet.
Bereits zweimal hatte der B-Plan öffentlich ausgelegen und zwar 2006 sowie in geänderter Fassung 2010. Da es keine erheblichen Bedenken gegen den Bau gegeben habe, seien die Hallen schon damals genehmigt worden, so Allers.
Um das Verfahren nun endlich formal zum Abschluss zu bringen, musste der Planentwurf aktualisiert und an das aktuell geltende Baurecht angepasst werden.
Wie berichtet, hat Airbus am Standort Stade erst im Dezember 2018 ein knapp 13 Hektar großes Areal für rund 4,3 Mio. Euro von der Stadt Stade erworben, um sein Werk in der Hansestadt bei Bedarf noch einmal erweitern zu können.
Sämtliche Flächen liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Agathenburg. Die Grundstücke waren aber bereits vor rund zehn Jahren von der Stadt Stade erworben worden, um Airbus künftige Werks-erweiterungen zu ermöglichen. Dabei ist ein Großteil des Areals treuhänderisch der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) übertragen worden, der Rest befand sich über die Stadtentwicklungs-Gesellschaft in städtischem Eigentum.
Auch die Stadt Stade profitiert von dem Grundstücksgeschäft: Rund 2,2 Mio. Euro gehen an die NLG, wovon nach Abzügen für die treuhänderischen Aufgaben 1,8 Mio. Euro in den städtischen Haushalt fließen. Auch die Gemeinde Agathenburg erhält noch etwas vom "großen Kuchen": Sie bekommt 100.000 Euro für einen schmalen Grundstücksstreifen.
Agathenburgs Bürgermeister Gerd Allers betont die große Bedeutung von Airbus als Arbeitgeber für die gesamte Region. "Wir können froh sein, dass Airbus in den Standort investiert", so Allers.
Stades Stadtbaurat Lars Kolk war leider trotz mehrfacher Versuche bis Redaktionsschluss nicht zu dem Thema zu erreichen.