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Geplantes Neubaugebiet in Mulsum ruft Anlieger auf den Plan

Haben einige Hinweise an die Gemeinde bezüglich des geplanten Neubaugebietes in Mulsum: Helmut Tiedemann (v. li.), Ulf Rogge und Klaus-Dieter Bardenhagen Fotos: lt (Foto: lt)
lt. Mulsum. Gegen neue Nachbarn hat in Mulsum niemand etwas - gleichwohl sind einige Anwohner besorgt aufgrund der laufenden Planungen für ein knapp fünf Hektar großes Neubaugebiet für ca. 50 Baugrundstücke westlich des Mühlenwegs und südlich der Straßen "Suerfeld" und "Wiesenrain".
So fürchtet Landwirt Klaus-Dieter Bardenhagen, dass die neuen Anwohner sich womöglich an der Bewirtschaftung der angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen stören könnten. Er verweist dabei auf einen WOCHENBLATT-Artikel aus dem Juni dieses Jahres, in dem die Konflikte zwischen Landwirten und (Neu)-Bürgern thematisiert wurden.
Unter anderem ging es darin um einen Landwirt, dem Schläge angedroht worden seien, weil sich Bürger massiv an dem Staub gestört hätten, der bei Feldarbeiten entstanden sei.
Mangelndes Verständnis und große Unkenntnis über landwirtschaftliche Praxis seien oft der Hintergrund von Beschwerden und Auseinandersetzungen, bestätigte Ulrich Peper von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
"Ich würde mir zum Beispiel wünschen, dass es statt des geplanten Grünstreifens einen Erdwall zwischen den Gärten und meinem Acker gibt", sagt Bardenhagen. Gemeinsam mit den Mulsumern Ulf Rogge und Helmut Tiedemann hat er den Bebauungsplan, der derzeit im Rathaus ausliegt, genau studiert und will noch auf eine zweite Sache hinweisen - die Oberflächenentwässerung.
Die ist in den Augen der Männer nämlich problematisch. Schon jetzt würden manche Grundstücke regelmäßig unterspült, wenn es stark regne, so Bardenhagen. Er fürchtet, dass auch sein Acker künftig häufig unterspült werde, da es in dem Neubaugebiet ein Gefälle von fünf Metern gebe.
Das bestehende Regenrückhaltebecken, das sich außerhalb des Plangebietes zwischen den Straßen Mühlenweg und Heerloge befindet, sei völlig nutzlos, so Bardenhagen. Tatsächlich ist das Becken als solches nicht zu erkennen, da es komplett mit Bäumen bewachsen ist.
"Wir möchten unsere Bedenken in den Planungen wiederfinden und ernst genommen werden", sagt Tiedemann. Deshalb wird er - so wie Bardenhagen und Rogge - seine Einwendungen und Hinweise schriftlich bei der Gemeinde Kutenholz einreichen. Möglich ist das noch bis einschließlich Freitag, 31. August.
• Das Thema "Erschließung des Bebauungsplans Suerfeld 2" steht auf der Tagesordnung des Bauausschusses der Gemeinde Kutenholz am Montag, 27. August, um 18 Uhr im Heimathaus Kutenholz. Die Erschließungsplanung soll dort vorgestellt werden.