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Grundschule Stade-Campe: Maroder Schulhof sorgt für reichlich Frust

Erst 2020 soll der Schulhof saniert werden Foto: privat
jd. Stade. "Ich möchte nicht mehr jedes Jahr hier sitzen und bei der Politik nachfragen, wann endlich unser Schulhof saniert wird." - Mit dieser Aussage hat eine Mutter vielen Eltern, deren Kinder die Grundschule Campe besuchen, sicher aus der Seele gesprochen. Die Mutter schilderte kürzlich in der Einwohnerfragestunde des Finanzausschusses den Zustand des Schulhofes. Der Ausdruck "marode" wäre dafür noch eine milde Umschreibung. Die Stadt schiebt die Sanierung der Pausenfläche seit Jahren vor sich her. Dafür hat sich die Verwaltung jetzt Kritik seitens der SPD eingehandelt.

Grund für die Verzögerung ist die schwierige Finanzlage der Stadt: Zuletzt wurden die für die Schulhof-Sanierung eingeplanten 300.000 Euro wegen des Spardiktats aufgrund der Haushaltsdeckelung eingefroren. Auch 2019 wird laut Bürgermeisterin Silvia Nieber nichts passieren. In den Haushalt werden zwar Planungskosten eingestellt, damit 2019 bereits eine Ausschreibung für die Baumaßnahme erfolgen kann. Doch die Umsetzung erfolgt erst 2020.
"Wir benötigen etwa ein Jahr Vorlaufzeit", so Nieber. Sie hat angekündigt, dass die Stadt 550.000 Euro bereitstellen wird, um den Schulhof von Grund auf zu erneuern. Dafür muss auch die Regenentwässerung und die Kanalisation angegangen werden.

Nieber versprach, dass das von einer AG aus Eltern und Lehrern entwickelte Gestaltungskonzept für den neuen Schulhof auf jeden Fall in die Planungen einfließen wird: "Im März 2019 sollen die Fachplaner loslegen. Dann werden sie mit der AG in einen engeren Dialog treten."

Wesentlich früher möchte die SPD mit den Betroffenen ins Gespräch kommen: Sie beantragt, dass im Vorfeld der Schulausschuss-Sitzung am Mittwoch, 21. November, eine Begehung des Schulhofes stattfindet, zu der auch Elternvertreter und Lehrer eingeladen werden. SPD-Fraktionschef Kai Holm war in den vergangenen Tagen selbst vor Ort, um sich ein Bild vom Zustand des Schulhofes zu machen. Seine ernüchternde Erkenntnis: "Es wäre für mich nicht verwunderlich, wenn Teile des Schulhofes wegen Unfallgefahr gesperrt werden müssten. Die Fläche macht eher den Eindruck einer stillgelegten Brache als eines aktiv genutzten Schulgeländes."

Holm verweist zudem auf ein Gespräch mit Elternvertretern: "Nach deren Aussage wird das Konzept zur Schulhofgestaltung aufgrund der Mittelkürzungen keine Chance haben." Dass der "trostlose und desolate Zustand" des Schulhofes für Frust bei Schülern, Eltern und Lehrern sorge, sei nachvollziehbar, so Holm.

Für den SPD-Fraktionschef steht fest: "Hier besteht Handlungsbedarf. Es ist an der Zeit, dass sich der zuständige Schulausschuss mit der Angelegenheit befasst."

• Der Ausschuss für Schulen, Bildung und Sport tagt am Mittwoch, 21. November, um 18 Uhr im Sitzungszimmer Karlshamn des historischen Rathauses.