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Himmelpforten: Freie Schule startet erst im Februar

Der neue Lernräume-Vorstand (v. li.): die Vorsitzenden Manuela Mahlke-Göhring und Annemarie Scherb mit Dörte Hahn, Bianka Tomczak undSebastian Gebhardt (Foto: Lernräume e.V.)

Verzögerung wegen organisatorischer Hürden / Suche nach Lehrern und Gebäude geht weiter

tp. Himmelpforten. Die Pläne des Trägervereins "Lernräume", im August dieses Jahres in Himmelpforten den Betrieb der ersten Freien Demokratischen Schule im Landkreis Stade für selbstbestimmtes Lernen aufzunehmen (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach), haben sich zerschlagen. Die Vorsitzende Manuela Mahlke-Göhring, die auch Vize-Bürgermeisterin von Himmelpforten ist, nennt organisatorische Probleme als Grund für die Verzögerung. Es gab sowohl Schwierigkeiten bei der Verhandlung über den Mietpreis für die Räume im historischen Steinmetz-Haus im Zentrum von Himmelpforten sowie bei der Aquise von Lehrpersonal.

"Nach einem Gespräch mit der Landesschulbehörde in Lüneburg hat der Verein entschieden, den Start der Schule auf Februar 2019 zu verschieben", sagt Mahlke-Göhring. "An drei der fünf nötigen tragenden Säulen zur Genehmigung einer Schule in freier Trägerschaft hatte der Verein bereits einen Haken setzen können. Die Kreditzusage war da, das Konzept und die erforderliche Schülerzahl standen. Wackelig waren am Ende die Säulen Lehrer und Schulgebäude", sagt sie. Sprich: Der Verein wurde sich mit dem Privateigentümer nicht über die Höhe des Mietpreises einig. Aufgrund der Planungsunsicherheit sei schließlich eine Lehrerin, die sich für eine der beiden Vollzeitstellen beworben hatte, abgesprungen, so Mahlke-Göhring.

"Um an diesen Punkten nun in Ruhe weiterzuarbeiten, nimmt sich der Verein ein weiteres halbes Jahr Zeit", so die Vereins-Chefin. Das Motto laute: "Qualität statt Eile." Nun geht die Standortsuche in und um Himmelpforten weiter. Auch werden nach wie vor Lehrer für die Grundschule und die Oberschule (Jahrgänge eins bis acht) gesucht.

Insgesamt 20 Schüler waren an der Freien Schule angemeldet. Insbesondere für die drei Erstklässler, die eingeschult werden sollten, mussten individuelle Lösungen gefunden werden. Auch Mahlke-Göhrings Tochter Hannah (11), die in die Oberschule eintreten wollte, ist betroffen.

Im Zuge der Turbulenzen hat sich der Lernräume-Vorstand neu formiert. Die beiden Vorsitzenden Annemarie Scherb und Manuela Mahlke-Göhring sind weiterhin dabei. Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder haben dem Verein ihre weitere Mitarbeit und Unterstützung zugesagt.

Die Freie Schule steht Kindern mit und ohne Handicap offen. Infos zum Konzept im Internet unter https://lernraeume-ev.de