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"Kein LNG-Terminal im Landkreis Stade"

Linke lehnen "geostrategische Machtspiele" ab

tp. Stade. Die Linken-Fraktion im Stader Kreistag spricht sich gegen den von einer Investorengruppe geplanten Bau eines riesigen Import-Terminals für das Flüssiggas "Liquid Natural Gas" (LNG) am Stader Seehafen aus. Die Linke um Fraktions-Chef Benjamin Koch-Böhnke hat einen entsprechenden Resolutions-Antrag zur Beratung im Ausschuss für Regionalplanung und Umweltfragen sowie im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Tourismus gestellt.

Zur Begründung heißt es u.a., dass die "komplizierten Verflüssigungsprozesse die Klimabilanz erheblich verschlechtern" würden. Zudem seien die Gas-Lieferungen abzulehnen, da sie "in großen Mengen durch die gefährliche Fracking-Technologie gefördert werden". Vor dem Hintergrund, dass ein großer Teil des LNG aus den USA bezogen werden soll, womit die Bundesregierung mehr Unabhängigkeit vom sogenannten Russen-Gas erlangen will (das WOCHENBLATT berichtete), seien "geostrategische Machtspiele auf Kosten der Bürger aus friedenspolitischen, ökologischen und ökonomischen Gründen" abzulehnen.

Koch-Böhnke dazu: "Die EU und die Bundesregierung haben dem Druck der USA nachgegeben und treiben nun mit dem Import von Fracking-Gas aus den USA ein Projekt voran, das ohne hohe Steuergeld-Subventionen aus Deuschland und der EU keineswegs wirtschaftlich wäre. Ökonomisch gesehen reiben sich hierbei nur die US-Fracking-Konzerne die Hände."