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Samtgemeinde Horneburg investiert in die Bildung

Bis 2022 wird die Samtgemeinde mehr als die Hälfte aller Investitionen in die Sanierung der Schulen stecken (Foto: SG Horneburg)
lt. Horneburg. In der Samtgemeinde Horneburg stehe die Bildung an erster Stelle, so Verwaltungsvize Knut Willenbockel bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs. Gemeinsam mit Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede und Kämmerer Jan-Henning Pantel ging er auf die wichtigsten Fakten zu dem umfangreichen Zahlenwerk ein, das sich jeder Bürger auf der Homepage der Samtgemeinde ansehen kann und das nun in den Fachausschüssen beraten wird.
So sollen in den kommenden vier Jahren insgesamt 16,7 Mio. Euro investiert werden - 60 Prozent davon in Schulen und Kindertagesstätten. Für den Neubau der Kita "Blumenthal" sind für das kommende Jahr 900.000 Euro im Haushalt eingeplant sowie 125.000 Euro für die Ausstattung.
Der geplante Neubau einer gemeinsamen Grundschule Bliedersdorf/Nottensdorf schlägt 2019 mit Planungskosten in Höhe von 20.000 zu Buche. Im Folgejahr sind 50.000 Euro eingeplant, in den Jahren 2021 und 2022 jeweils 2,5 Mio. für den Neubau.
In den Brandschutz an der Grundschule Horneburg investiert die Samtgemeinde 2021 und 2022 insgesamt zwei Mio. Euro.
Für die Erweiterung der Oberschule (vier neue Klassenräume) sind 2019 im Haushalt 750.000 Euro vorgesehen, die gleiche Summe ist auch 2020 dafür eingeplant. Für die Umgestaltung des Schulhofes sind im Jahr 2021 insgesamt 300.000 Euro vorgesehen. Im Bereich Sport investiert die Samtgemeinde im kommenden Jahr 300.000 Euro in die Erweiterung des Umkleidetraktes an der Sportanlage Blumenthal sowie 100.000 Euro in die Sanierung des Freibades (weitere 150.000 Euro in 2020) und 135.000 Euro in die Erweiterung der Sicherheitsbeleuchtung in der Sporthalle Hermannstraße. Für die Sanierung der Sporthalle sind in den Jahren 2021 und 2022 jeweils 500.000 Euro eingeplant.
Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Horneburg sind in 2019 und 2020 jeweils 1,5 Mio. Euro im Haushalt eingeplant. Weitere 600.000 Euro investiert die Samtgemeinde zudem zwischen 2020 und 2022 in die Ausstattung der Feuerwehren Horneburg, Dollern und Agathenburg.
"Wir können es uns erlauben, zu investieren", so Matthias Herwede. Der Haushalt sei ausgeglichen und eine "dauernde Leistungsfähigkeit der Samtgemeinde" sei gegeben. Eine Neuverschuldung sei aber nicht zu vermeiden.
Die Verschuldung liegt derzeit bei sechs Mio. Euro. Angesichts der Investitionen wird sich der Betrag in den kommenden Jahren auf rund 13 Mio. Euro erhöhen. In 2019 müssen Kredite in Höhe von 2,25 Mio. Euro aufgenommen werden. In den Jahren 2020 bis 2022 müssen Kredite in Höhe von 7,19 Mio. Euro aufgenommen werden.
Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 619 Euro, im Vorjahr waren es noch 485 Euro.

Fehlende Kita-Gebühren sind ein Problem
Die Abschaffung der Kita-Gebühren stellt für die Samtgemeinde die größte Neuerung und gleichzeitig ein Problem dar. Um die Kosten decken zu können, bräuchte die Samtgemeinde einen Zuschuss für die Personalkosten vom Land in Höhe von 72 Prozent, rechnete Knut Willenbockel vor. Derzeit gebe es aber nur 55 Prozent, künftig 58 Prozent. Der Samtgemeinde entstehe dadurch ein Minus von 400.000 Euro. In den Haushaltsberechnungen eingeplant sei der so genannte Härtefallfonds, den das Land für Kommunen wie Horneburg zur Verfügung stellen will. Wenn dieses Geld nicht kommt, sei der Haushalt nicht mehr ausgeglichen, mahnte Willenbockel.