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Statt Acker die perfekte Welle: Südlich des Stader Flugplatzes soll ein Surfpark entstehen

Kommen künftig Surfer aus der ganzen Region nach Stade? Foto: Fotolia/fesenko
jd. Stade. Surfen an der deutschen Nordsee - na ja, Surfen an der Ostsee - geht so, Surfen in Stade - echt cool! So könnte es in ein paar Jahren in Surferkreisen heißen, wenn ein Projekt umgesetzt wird, das im Landkreis Stade hohe Wellen schlagen wird. Südlich von Stade soll mitten in der "Pampa" ein Surfpark entstehen. Wenn die Vision der Projektgesellschaft Wirklichkeit werden sollte, dürfte Stade zum Eldorado der Wellenreiter werden. Die Planungen sind bereits weit fortgeschritten - so weit, dass sich jetzt die Politik damit befasst: Am morgigen Donnerstag, 13. September, steht der geplante Surfpark auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt.

Als Standort für das künstlich angelegte Surfparadies ist eine Ackerfläche an der Stader Ostumgehung (K 30) südlich des Flugplatzes vorgesehen. Das Gelände unmittelbar am Kreisel in Höhe der Abzweigung nach Dollern ist vielen Stadern als sogenannte "BMW-Fläche" geläufig. Vor Jahren hatte sich die Hansestadt vergeblich um eine Ansiedlung eines BMW-Werkes auf dem Areal bemüht. Trotz Scheiterns dieser Pläne sollte die Fläche weiterhin für eine gewerbliche Nutzung vorgehalten werden. Da laut Flächennutzungsplan derzeit nur eine landwirtschaftliche Nutzung möglich ist, muss dieser nun geändert werden.

Diese Änderung soll - ebenso wie die Aufstellung eines Bebauungsplans - auf der Ausschusssitzung auf den Weg gebracht werden. Die Surfpark-Investoren haben eine rund fünf bis acht Hektar große Fläche ins Auge gefasst. Wo bislang Kartoffeln wuchsen, sollen sollen voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2022 bis zu zwei Meter hohe Wellen schwappen. Kernstück der Freizeitanlage wird ein 160 mal 160 Meter großes Wasserbecken sein, in dem bis 100 Meter lange Wellenritte möglich sein sollen. Alle sieben Sekunden soll eine Welle erzeugt werden. Das Becken soll bis zu 90 Surfer gleichzeitig fassen.

Im Park soll außer dem eine Surf-Schule angesiedelt werden, für Gäste von außerhalb soll eine Übernachtungsmöglichkeit geschaffen werden. Angedacht ist auch ein Wohnmobilstellplatz. Die Projektgesellschaft hat außerdem vor, einen Bus-Shuttle vom Stader Bahnhof einzurichten. So soll es Besuchern aus der Region und aus Hamburg ermöglicht werden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Doch warum ist ausgerechnet Stade auserkoren? Laut Projektgesellschaft hat man drei weitere Standorte im Hamburger Umland im Visier, doch Stade gilt offenbar als Favorit - u.a. wegen der günstigen S-Bahn-Anbindung an Hamburg. Von dort soll ein Großteil der Kunden kommen - nach dem Motto: Warum nach Dänemark oder Timmendorf fahren, wenn es in Stade die perfekte Welle gibt? Immerhin wird mit rund 500 Besuchern am Tag und rund 100.000 verkauften Tickets pro Jahr gerechnet.

• Die Ausschusssitzung findet am Donnerstag, 13. September, um 16.30 Uhr im Ratssaal des historischen Rathauses statt.