"Glück" bei der Strafzumessung

thl. Lüneburg. Urteil gegen zwei Supermarkt-Räuber: Die 10. Strafkammer des Lüneburger Landgerichtes schickte einen 23-Jährigen für drei Jahre ins Gefängnis, sein Komplize (19) kam mit zwei Jahren Haft davon, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. Gegen einen dritten Angeklagten (31) wurde das Verfahren abgetrennt. Ein Urteil gegen ihn wird für den kommenden Montag erwartet.
Auch aufgrund geständiger Einlassungen der Angeklagten sah es das Gericht als erwiesen an, dass das Trio Ende Oktober 2014 zunächst den Rewe-Markt in Bardowick überfallen hat und vier Tage später den Rewe-Markt in Stelle. Beide Male täuschten die Täter zunächst Kaufabsichten vor und setzten anschließend Pfefferspray ein, um den Fluchtweg frei zubekommen. Bei den beiden Taten erbeuteten die bereits bvorbestraften Männer insgesamt rund 3.800 Euro, die sie unter sich aufteilten.
In seiner Urteilsbegründung wies der Richter darauf hin, dass die ausgesprochenen Strafen für die Angeklagten "Glücksfälle" sind. "Wir haben die Urteile im unteren Strafrahmen angesiedelt. Hätten Sie nicht gestanden und würden sie den entstandenen Schaden bei der Rewe nicht in Raten abstottern, hätte es hier viel höhere Haftstrafen gegeben."

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