thl. Stelle. Überraschende Wende bei dem Hype der Gegner des Aldi-Zentrallagers um das alte Häuptlingsgrab im Baugebiet Fachenfelde-Süd: In dem unter Denkmalschutz stehenden Hügelgrab befindet sich keine historisch bedeutsame Substanz mehr. Das ergaben die intensiven Grabungen des Landkreises Harburg als zuständige Denkmalschutzbehörde. Die Firma ArchON Archäologiebüro Jan Bock hat die Arbeiten durchgeführt, der unabhängige Kreis-Archäologe Jochen Brandt hat als Vertreter der Unteren Denkmalschutzbehörde die Fachaufsicht wahrgenommen.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, führten die Gegner des geplanten Aldi-Zentrallagers mehrfach und gerne das historische Grab als Argument gegen den Bau des Logistikzentrums an. Umso größer war die Empörung, als der Landkreis Harburg nach mehrmonatiger Prüfung auf Antrag der Gemeinde Stelle der Entfernung des Hügelgrabs zugestimmt hatte. Voraussetzung war die eingehende Dokumentation des einige tausend Jahre alten Hügelgrabs. Mal wieder sprachen die Aldi-Gegner von Korruption bei der Entscheidungsfindung.
Viel Rauch im Nichts - wie sich jetzt herausstellte. Die anteilige Zerstörung der historischen Grabstätte aus den 1930er-Jahren habe sich nun als weitaus umfänglicher herausgestellt, als es abzusehen gewesen sei, heißt es in einer Stellungnahme der Gemeinde. Bei der jetzigen Ausgrabung sei entgegen der Erwartung überhaupt keine historische Originalsubstanz mehr gefunden worden, heißt es weiter.
"Wir freuen uns sehr über das Ergebnis", sagt Benedikt Manz, bei der Aldi-Immobilienverwaltung zuständiger Projektleiter für den Neubau des Logistikzentrums. "Denn nun ist klar, dass durch unsere Baumaßnahme kein historisches Material verloren geht." Aldi hat den geplanten Baubeginn mit Rücksicht auf die archäologischen Maßnahmen immer wieder verschoben. „Uns ist wichtig, dass die Grabungen mit der angemessenen Gründlichkeit durchgeführt und abgeschlossen werden können", betont Manz. "Denn neben Maßnahmen zum Schutz der Natur gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit den kulturell und historisch bedeutenden Hügelgräbern in und um Stelle zu unseren Aufgaben."
Jetzt stehe dem Bau nichts mehr im Wege. Das Unternehmen verhandelt gerade mit den Baufirmen und geht von einem Baubeginn im Herbst aus.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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