Der Grabhügel darf weg

Auf dieser Fläche, auf der sich auch das Hügelgrab befindet, soll das Aldi-Lager gebaut werden   Foto: BUND
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

Denkmalschutzbehörde folgt Antrag der Gemeinde zur Beseitigung auf möglicher Aldi-Fläche

thl. Stelle. Die geplante Ansiedlung des Aldi-Zentrallagers im Gewerbegebiet Fachenfelde-Süd ist einen großen Schritt vorangekommen. Nach monatelanger Prüfung hat der Landkreis Harburg als Denkmalschutzbehörde die Entfernung des rund 4.000 Jahre alten Grabhügels auf dem Areal erlaubt. Die Gemeinde Stelle hatte im Zuge des Bebauungsplanverfahrens "Sondergebiet Logistikzentrum Fachenfelde-Süd" eine denkmalrechtliche Genehmigung zur Entfernung des obertägig sichtbaren Grabhügels beantragt (das WOCHENBLATT berichtete).
Die Genehmigung ist eine von mehreren Voraussetzungen zur Bebaubarkeit des Areals. Die Gemeinde weist darauf hin, dass mit der Aussage der Denkmalschutzbehörde nicht gleich die Beseitigung des Bodendenkmals erfolgt. Die Beratung und Abwägung über alle mit dem Vorhaben verbundenen Aspekte ist vorab notwendig. "Auch wird der Bescheid derzeit fachlich und inhaltlich geprüft", so Bürgermeister Robert Isernhagen. Denn das Bauleitverfahren solle am Ende wasserdicht sein und Klagen standhalten können - sowohl von der einen als auch von der anderen Seite. Isernhagen: "Es obliegt am Ende dem Gemeinderat, ob das Zentrallager gebaut werden darf oder nicht. Der Antrag für den Grabhügel war ein Teil der Hausaufgaben der Verwaltung."
Der Grabhügel war ein zentraler Punkt, den die Gegner des Zentrallagers immer wieder als Stolperstein für das Bauvorhaben ins Spiel gebracht haben. Unterstützung bekamen sie dabei u.a. vom Niedersächsischen Heimatbund, der sich für den Erhalt des Hügels stark machte. Gegen den Abtrag von Grabhügeln, die jüngst im Neubaugebiet Grasweg-West gefunden wurden (das WOCHENBLATT berichtete), gab es von den Aldi-Gegnern allerdings keinen Protest.
So geht es mit der Aldi-Planung weiter: Im Frühjahr kommenden Jahres befasst sich der Fachausschuss wieder mit der Planung und soll dann eine Empfehlung für den Gemeinderat abgeben, der in seiner Sitzung vor den Sommerferien 2020 endgültig entscheiden soll.

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