Stelles THW-Ortsbeauftragter: "Aus dem Ersatzdienst wurde Leidenschaft"

Ortsbeauftragter Oliver Schildknecht   Foto: Schildknecht
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Oliver Schildknecht engagiert sich beim THW

thl. Stelle. Beim THW-Ortsverband Stelle-Winsen ruht der Dienstbetrieb seit Anfang November. Und auch davor war nicht viel möglich. "Im Frühjahr, beim ersten Shutdown, stand hier auch alles still. Von Juni bis Oktober haben wir dann die Gruppe aufgeteilt und kleinere Dienste absolviert, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten", sagt der Ortsbeauftragte Oliver Schildknecht. Im Sommer sei dies auch möglich gewesen, weil auf dem Hof der THW-Unterkunft in Stelle viel Platz sei. "Jetzt in der kalten Jahreszeit, könnten wir das nicht mehr so durchführen", so Schildknecht.
Schildknecht ist seit 28 Jahren beim THW Mitglied. So eine Situation wie jetzt hat er noch nie erlebt. "Ich bin damals zum THW gegangen, um nach meiner Ausbildung noch ein Studium zu machen und nicht erst zur Bundeswehr zu müssen", blickt er zurück. Doch schnell wurde aus dem für vier Jahre angesetzten Wehrersatzdienst Leidenschaft. Kein Wunder also, dass Schildknecht den "Helfern in blau" treu blieb. Doch nur Übungen und Einsätze waren nicht sein Ding, er wollte auch Verantwortung übernehmen. Und so ließ er sich vor 13 Jahren zum Ortsbeauftragten wählen. "Damit bin ich eher in der Verwaltung des THW tätig als bei den Einsätzen. Also z.B. beim Sandsackschleppen wird man mich weniger sehen", umschreibt Schildknecht seinen Aufgabenbereich. Dazu gehört aber auch, neue Mitglieder zu gewinnen - und diese in Situationen wie dieser auch bei Laune zu halten. "Jeder, der neu im THW ist, möchte natürlich viel machen und lernen. Das kennt man von sich selbst aus seiner Anfangszeit. Wenn das aber nicht möglich ist, könnte es schwierig werden, die Leute zu halten."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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