Ein Kinderarzt für Stelle?

BIGS-Fraktionsvorsitzende Sandra Müller   Foto: Barwich
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thl. Stelle. "Immer wieder hören wir von Eltern, dass sie sich einen Kinderarzt (für gesetzlich Krankenversicherte) in Stelle wünschen", sagt Sandra Müller, Fraktionsvorsitzende der "Bürgerinitiative der Gemeinde Stelle", kurz "BIGS" genannt. "Diesen Wunsch können wir nur unterstützen und haben uns mit der Thematik auseinandergesetzt."
Nach einem Informationsgespräch mit dem Geschäftsbereichsleiter der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) habe man Folgendes in Erfahrung gebracht: Auf Bundesebene wird ein Bedarfsplan für Ärzte erstellt. Dazu werden zweimal pro Jahr aktuelle Zahlen (die Anzahl der Kinder vom Neugeborenen bis 18 Jahren) ausgewertet und zum Landesausschuss weitergeleitet.
"Sollte ein erhöhter Bedarf an kinderärztlicher Versorgung festgestellt werden, kommt es durch die KVN zu einer 'partiellen Entsperrung' des Planbereiches", erklärt Müller. "Die Gemeinde Stelle ist dem Planungsbereich 'Landkreis Harburg' zugeordnet." Nach der Entsperrung erfolge eine Ausschreibung der KVN, auf die sich die Ärzte bewerben.
"Doch warum sollte sich ein Kinderarzt ausgerechnet in der Gemeinde Stelle niederlassen?", fragt Müller. Um diese Frage beantworten zu können, hat die BIGS einen Antrag eingereicht. Darin heißt es, dass sich Politik und Verwaltung frühzeitig mit diesem Thema auseinandersetzen sollen, um attraktive Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Kinderarztes zu schaffen. Dazu sollten folgende Punkte miteinbezogen werden:
<Aufz>Findet der Partner der Ärztin/des Arztes einen adäquaten Arbeitsplatz?
Wie sieht das Angebot von Kindergärten und Schulen aus (Schul- und Betreuungsangebot)?
Wie häufig hat die Ärztin/der Arzt Bereitschaftsdienst am Abend oder am Wochenende?
Wie ist der ÖPNV ausgebaut?
Gibt es ein gutes Angebot an Freizeitaktivitäten (Kino, Theater, Sport)?
Kann der Kinderarzt mit anderen Ärzten in der Region gut kooperieren?</Aufz>
"Aktuell kann keiner absehen, wann ein neuer Kinderarztsitz für den Bereich 'Landkreis Harburg' zur Verfügung steht", so Sandra Müller. "Wenn es aber so weit ist, sollten wir mit positiven Bedingungen aufwarten können. Das bedeutet, dass wir uns frühzeitig mit der Attraktivität der Gemeinde Stelle befassen und uns dazu auch beratende Hilfe einholen."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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