thl. Stelle. Die Gemeinde Stelle soll auch für junge Mitbürger attraktiv sein - dieser Meinung ist Peter Ziegler von der Gruppe Marwitz/Ziegler im Gemeinderat und hat einen Antrag zur Schaffung eines Wohnparks "Junges Wohnen" für die zuständigen Gremien eingereicht.
"Ich habe dabei das gemeindeeigene Grundstück in der Straße Unter den Linden (Anm. d. Red.: ehemals Gehrdau) ins Auge gefasst", so Ziegler. "Dieses soll die Verwaltung an einen Bauträger verkaufen, der dort Studentenwohnungen bzw. Ein-Zimmer-Wohnungen errichten soll." Aber auch ein Alten- und Pflegeheim in Verbindung mit einem Studentenwohnheim sei denkbar.
Pikant: Genau um dieses Grundstück hatte sich die Gemeinde mit ihrem damaligen Bürgermeister Joachim Wilcke einen Vorkaufsrechtsstreit mit einem Bauträger geliefert, der dort ein Mehrfamilienhaus errichten wollte. Die Gemeinde verlor den Prozess und verhängte daraufhin im gültigen Bebauungsplan eine Veränderungssperre für das Gebiet, weil die Verwaltung auf dem Areal damals noch ein Mehrgenerationenhaus bauen wollte (das WOCHENBLATT berichtete).
"Immer mehr Studenten in Lüneburg und Hamburg finden keine Wohnung bzw. Zimmer für ihre Studienzeit", sagt Peter Ziegler. Dabei könne die Gemeinde Stelle eine Vorreiterrolle einnehmen. Denn in den umliegenden Kommunen würde überwiegend Wohnraum für Senioren entstehen. "Hinzu kommt, dass das Gebäude in Freibadnähe stünde, was schon eine besondere Toleranz der Bewohner voraussetzt. Und diese sehe ich bei Studenten gegeben", so Ziegler weiter. "Von den jungen Mitbewohnern würden alle in der Gemeinde profitieren: die Vereine, die Parteien und die Kulturszene."
Übrigens: Im November vergangenen Jahres hat das Land Niedersachsen ein Förderprogramm für den Bau von Studentenwohnungen aufgelegt.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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