Bald kann in der Windmühle Kampen geheiratet werden

Die fleißigen Helfer (v. li.): Fred Kennet Wengert, Peter Holste, Wilhelm Prigge, Wilfried Weseloh und Hans-Peter Braack an der Stelle, auf der künftig der Standesbeamte sitzen wird
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Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

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bim. Kampen. Der schönste Tag im Leben soll in bester Erinnerung bleiben. Dazu gehört eine Hochzeit in einem ansprechenden Ambiente. Daher lassen sich Paare im Landkreis Harburg zum Beispiel im historischen Amtshaus in Moisburg oder in den Windmühlen in Dibbersen und Eyendorf trauen. Ab Herbst soll auch die Windmühle in Kampen für Hochzeiten zur Verfügung stehen. Jedes Wochenende legen die Aktiven des Mühlenvereins jetzt ordentlich Hand an, um die größte Baumaßnahme in der Vereinsgeschichte zu bewältigen.
An diesem Morgen sind Vorsitzender Fred-Kennet Wengert sowie Peter Holste, Wilhelm Prigge, Wilfried Weseloh, Hans-Peter Braack und Hans-Jürgen Meyer mit teils schwerem Gerät im Einsatz. Mühlenbesitzer Helmut Blanck packt ebenfalls tatkräftig mit an. Gefragt ist auch sein Know-how. Er gibt den Mitgliedern wichtige Tipps, zum Beispiel wie die tonnenschwere Hammerschlagmühle gehoben werden kann. Denn an deren Stelle soll künftig der Standesbeamte seinen Platz finden.
"Die Hammerschlagmühle war nicht von Anfang an in der Mühle", erläutert Fred-Kennet Wengert. Der Maurermeister machte die Entwürfe für die Umbaumaßnahme und stellte den Bauantrag. "Mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Bauabteilung des Landkreises haben wir vorher alles geklärt, was machbar ist und was nicht." Dennoch habe es acht Monate gedauert, bis die Baugenehmigung für die Umbauten im vergangenen November vorlag.
Die Aktiven des Mühlenvereins haben in den kommenden Monaten noch einiges vor. Eine Wand zum einstigen Lager wird geschlossen, die Fußböden auf zwei Ebenen werden auf eine Höhe gebracht. Wo einst Schreibstube und Lager waren, werden zwei Damen-WC mit Waschbecken eingerichtet. In den Raum, den Helmut Blanck derzeit noch als Werkstatt nutzt, kommt eine kleine Küchenzeile. Außerdem entstehen ein Herren- und ein Behinderten-WC sowie ein Fluchtweg. Ein Teil des Daches wird höher gesetzt, eine Außenwand erneuert.
Rund 60.000 Euro wird die Baumaßnahme kosten. Arbeiten für zirka 10.000 Euro erbringen die Mitglieder in Eigenleistung. Aber es werden auch Handwerker gebraucht, u.a. um weitere Stromkabel und Fliesen zu verlegen.
Die Maßnahme wird u.a. aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden der Mühlenbesucher finanziert. "Ich habe alle Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Tostedt mit der Bitte um Unterstützung angeschrieben", berichtet Fred-Kennet Wengert. Einen großzügigen Zuschuss über 10.000 Euro sowie ein zinsloses Darlehen über 5.000 Euro hat der Gemeinderat Welle bereits bewilligt, 200 Euro habe die Gemeinde Wistedt in Aussicht gestellt.
"Unser Ziel ist es, den Umbau bis Oktober soweit fertig zu stellen, dass die ersten Trauungen in der Mühle stattfinden können", so Wengert.

Über die Mühle und den Verein

Die Windmühle ist ein Galerieholländer aus dem Jahr 1866. Um den Verfall der 1986 außer Betrieb genommenen Mühle zu stoppen und sie wieder herzurichten, wurde 2001 der Windmühlenverein gegründet. Im selben Jahr wurde mit Mühlenbesitzer Helmut Blanck ein Vertrag geschlossen, der den Verein bis 2041 als Verwalter legitmiert. Seit 2003 nahm der Windmühlenverein etliche Reparaturen vor, die aus Vereinsmitteln und dank zahlreicher Spenden ganz ohne öffentliche Gelder realisiert wurden. Der Verein investierte in die Mühle seither mehr als 80.000 Euro in Material und Fachfirmen. Außerdem leisteten die Mitglieder Tausende Arbeitsstunden. Unter anderem wurden Treppen, Fußböden und Innenwände saniert, die Reeteindeckung und alle Fenster erneuert. Das feuchte Mauerwerk der Mühle wurde trocken gelegt und die Fläche um das historische Bauwerk mit Feldsteinen gepflastert, der Mahlgang wurde instand gesetzt und die Flügelwelle justiert.

Die fleißigen Helfer (v. li.): Fred Kennet Wengert, Peter Holste, Wilhelm Prigge, Wilfried Weseloh und Hans-Peter Braack an der Stelle, auf der künftig der Standesbeamte sitzen wird
Mühlenbesitzer Helmut Blanck (Mi.) mit Peter Holste und Wilhelm Prigge (re.) an der Hammerschlagmühle
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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