Eine demokratische Schule für die Region

Jan Lürtzing-Brodersen und Janina Harder mit einigen der Hortkinder auf dem Geläne in Dohren
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bim. Tostedt. Kinder und Jugendliche, die selbst entscheiden, welche Lehrkräfte beschäftigt werden und wie der Unterricht gestaltet werden soll - für die meisten Pädagogen vermutlich undenkbar. Und doch ein Ziel der sogenannten demokratischen Schulen, von denen es inzwischen rund 50 in Deutschland gibt und für die viele Eltern auf Wartelisten stehen.
Bekannteste Verfechterin der demokratischen Schulen ist Sängerin Nena. Auch in der Region setzen sich von dem Konzept begeisterte Eltern und Lehrer für die Realisierung dieser alternativen Schulform im Landkreis Harburg ein. Einer von ihnen ist Jan Lürtzing-Brodersen (31), qualifizierter Kindertagespfleger und Vater eines neunjährigen Sohnes.
Vor eineinhalb Jahren eröffnete der Kakenstorfer in Dohren (Samtgemeinde Tostedt) mit seiner Kollegin Janina Harder bereits den ersten Natur-Hort der Region (www.dienaturkinder.de). Dort betreut er derzeit auch seinen Sohn Lukas, dem er versprochen hat: „Du bekommst eine Schule wie Du sie brauchst.“
Der 31-Jährige ist Vorsitzender des Trägervereins „Lebensnahes Lernen“. Drei Lehrer sind mit im Planungsgremium.
Die Motivation der Initiatoren: „Kinder kommen neugierig und mit viel Wissensdurst auf die Welt. In der Schule wird das in vorgegebene Bahnen gelenkt, der Spaß am Lernen geht vielen verloren. Doch Lernen muss nicht zwangsläufig nach Bildungsplan verlaufen, sondern kann auch nach dem erfolgen, was Kinder begeistert“, so Lürtzings Überzeugung. Die Kinder sollen an der demokratischen Schule die Möglichkeit zum selbstbestimmten Lernen erhalten und so zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und sozial kompetenten Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen.
Zunächst ist geplant, die Schule als Gesamtschule für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren einzurichten. Der Unterricht erfolgt nicht in Klassenverbänden, sondern jahrgangsübergreifend in selbst gewählten Kursen und wechselnden Lerngemeinschaften. Jede Entscheidung wird von der Schüler-Versammlung abgestimmt. Es gibt allerdings bestimmte Grundsätze wie den Personalschlüssel, die nicht verhandelbar sind. Auch müssen sich alle Schüler an gemeinsam erarbeitete Schulregeln halten. „So entsteht ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern“, so Lürtzing. Ihre Abschlüsse machen die Schüler extern an staatlichen Schulen.
Bis die Schule realisiert werden kann, ist es noch ein langer Weg. Unter anderem muss ein pädagogisches Konzept erstellt und dann beim Land eingereicht sowie ein Wirtschaftsplan erarbeitet werden. Voraussetzung ist u.a., dass die Schule in den ersten drei Jahren aus eigenen Mitteln, also aus Elternbeiträgen und Krediten, bestehen kann. „Wenn alles klappt, werden wir in eineinhalb bis zwei Jahren die Türen öffnen“, so Lürtzing.
• Wer beim Verein „Lebensnahes Lernen“ und der Realisierung der demokratischen Schule mitmachen möchte, meldet sich unter Tel. 0176-41705319 oder: jan@dienaturkinder.de.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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