Eine kirchliche Weltenbummlerin

Pastorin Susanne Kuhland vor der Tostedter Johannes-Kirche. 
Am 1. Juli tritt sie ihr Amt an
  • Pastorin Susanne Kuhland vor der Tostedter Johannes-Kirche.
    Am 1. Juli tritt sie ihr Amt an
  • Foto: C.Wöhling
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Von Wien über Ostfriesland nach Tostedt: Susanne Kuhland tritt Pfarrstelle in der Johannes-Kirche an.

mum. Tostedt.
Zum 1. Juli kommt Pastorin Susanne Kuhland nach Tostedt. Mit einer halben Stelle verstärkt sie das Pastorenteam der Johannes-Kirchengemeinde, mit der anderen halben Stelle ist sie Kirchenkreispastorin. "Ich freue mich sehr auf die Tostedter Gemeinde und finde es auch spannend, als Kirchenkreispastorin in andere Gemeinden hineinzuschauen", sagt die 55-jährige Pastorin. Sie wurde von der evangelischen Landeskirche ernannt, der Kirchenvorstand hat sie bereits vor Ostern kennengelernt, und die Tostedter erlebten ihre neue Pastorin bei ihrer Aufstellungspredigt im Mai. Am Sonntag, 14. Juli, wird sie von Superintendent Dirk Jäger im Gottesdienst um 10 Uhr in der Johannes-Kirche eingeführt.
Kuhland kommt aus Bremerhaven, hat in Neuendettelsau, Heidelberg, Wien und Göttingen Theologie studiert und während dieser Zeit als Journalistin für den "epd" (Evangelischer Pressedienst) und die Evangelische Zeitung gearbeitet. Ihr Vikariat absolvierte sie in Bassum bei Bremen und im Predigerseminar Kloster Loccum. Da es Ende der 1990er Jahre kaum freie Pastorenstellen in der Landeskirche gab, absolvierte sie eine Ausbildung zur Heimleitung und war für drei Jahre Assistentin der Heimleitung eines Altenheimes in Barsinghausen. Ihre erste Pfarrstelle führte sie nach Flegessen bei Hameln, dann ging sie für sieben Jahre nach Ostfriesland. "Da war ich für drei Gemeinden, Westeraccum, Westerbur und Roggenstede, zuständig. Drei Gemeinden, drei Kirchenvorstände, aber es war ein schönes Arbeiten", sagt Susanne Kuhland.
Seit ihrer Studienzeit schlägt ihr Herz für Wien, fast jeden Urlaub verbringt sie in der Stadt an der Donau. Ihr Freundeskreis schlug ihr vor, als Pfarrerin in Wien zu arbeiten und so Hobby und Beruf zu verbinden. Den Plan setzte sie um - sie wurde Pfarrerin in der Donaustadt, 22. Bezirk. "Es war dann doch anders als erwartet. In Österreich ist jede Pfarrerin zu 40 Prozent Lehrerin an einer Schule. Das österreichische Schulsystem blieb mir fremd." Zweieinhalb Jahre blieb sie in Wien, mit eigenen Kirchenkabarett-Stücken tourte sie mit Mitstreitern durch Österreich, nahm die kirchliche Welt unter die Lupe. Dann ging sie zurück nach Deutschland, wurde Pastorin in Lingen und wechselt nun nach Tostedt.
Susanne Kuhland mag ihren Beruf. "Ich lerne gern Menschen kennen, ich bin dankbar dafür, dass ich sie in ihrem Leben begleiten und ihre Geschichte erfahren darf." In ihrer Freizeit fährt sie gern Rad und besucht klassische Konzerte, Theater und Oper.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen