Flüchtling als ehrlicher Finder / Khalid Al Barti gibt Geldbörse mit 100 Euro bei der Polizei ab

Khalid Al Barti mit Hans-Heinrich Hohls bei der Übergabe des Finderlohns
  • Khalid Al Barti mit Hans-Heinrich Hohls bei der Übergabe des Finderlohns
  • Foto: Polizei
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Diese Ehrlichkeit ist vorbildlich: Obwohl er selbst nicht viel hat, zögerte Khalid Al Barti (22) aus dem Sudan keine Sekunde, eine gefundene Geldbörse mit 100 Euro Bargeld bei der Polizei abzugeben, damit diese ihrem Besitzer zurück gegeben werden konnte. Der Flüchtling, der seit zwei Jahren in einer Tostedter Unterkunft lebt, kam vom Besuch eines Freundes in Klecken mit der Bahn zurück. "Als ich aus dem Zug ausstieg, lag die Geldbörse unter dem Sitz. Ich habe sie nicht geöffnet, sondern sofort die Polizei angerufen und sie dort abgegeben", erzählt Khalid. "Wenn ich mein Portemonnaie verloren hätte, hätte ich mir das auch gewünscht", sagt er.
Anhand der Papiere in der Geldbörse konnten die Polizeibeamten deren Besitzer schnell ausfindig machen. "Aus Freude darüber, dass ihm die Rennerei wegen verlorener Ausweise und EC-Karten erspart geblieben war, hinterließ der Mann 20 Euro Finderlohn für Khalid Al Barti", berichtet ein Polizeisprecher. Und der 22-Jährige freute sich seinerseits, als Polizeihauptkommissar Hans-Heinrich Hohls ihm den Betrag überreichte. "Ich hätte es aber nicht angenommen, wenn ich selbst mehr Geld hätte", sagt Khalid bescheiden.

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