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Britische Corona-Mutation im Landkreis Stade entdeckt

Gaffer und Handyfilmer als Ärgernis für die Retter

Rettungskräfte ärgern sich, wenn Schaulustige Unfälle mit dem Handy filmen und den Verkehr behindern
  • Rettungskräfte ärgern sich, wenn Schaulustige Unfälle mit dem Handy filmen und den Verkehr behindern
  • Foto: bim / mum / Repro: MSR
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Heidenau. Trotz Verbotes lassen sich einige Autofahrer nicht davon abbringen, Handys, Smartphones und Co. auch während der Fahrt zu bedienen. Sie laufen Gefahr, aus Unaufmerksamkeit einen Unfall zu bauen. Und viele Rettungskräfte sind regelmäßig genervt, wenn Schaulustige sensationslüstern im Kriechtempo an Unfallstellen vorbeifahren, um das Szenario mit der Handykamera zu filmen, den nachfolgenden Verkehr behindern und damit für eine zusätzliche Gefährdung sorgen. "Das ist ganz schlimm geworden. Ich bin der Meinung, dass diesbezüglich etwas unternommen werden muss", sagt Dirk Mosurath (38) aus Heidenau.
Er macht diese Erfahrung täglich in seinem Beruf als Bundesstraßenwärter der Autobahnmeisterei Hittfeld, wenn er in deren Zuständigkeitsbereichen auf den Autobahnen A1, A7, A39 und A261 Unfallstellen absichern oder privat als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heidenau Verletzte bergen muss.
Zuletzt erlebte er das am Samstag vor Pfingsten, als auf der A1 zwischen Heidenau und Sittensen ein Pkw brannte. Im dichten Reiseverkehr habe sicherlich jeder zehnte Autofahrer, so schätzt er, ein Handy gezückt.
"Erfahrungsgemäß wird dann auch in der Gegenrichtung der Verkehr langsamer, weil alle versuchen, einen Blick auf die Unfallstelle zu werfen. Deswegen kommt es in solchen Fällen häufg zu Folgeunfällen", so Mosurat. Er und seine Kollegen finden die Filmerei auch belastend, weil der Verkehr dann nicht zügig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden kann.
Gemeinsam mit den Kameraden der Feuerwehren Hollenstedt und Sittensen, mit denen die Heidenauer Wehr bei Unfällen auf der A1 kooperiert, sei deshalb schon eine Strategie entwickelt worden. "Wir bilden eine dichte Schlange aus Feuerwehrfahrzeugen, damit niemand gaffen kann."
Ein weiteres Ärgernis für die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei und die Retter ist, dass sie häufig Schwierigkeiten haben, zu den Unfallstellen zu gelangen, weil keine Rettungsgasse gebildet wird. "Es wäre mein Wunsch, dass Auto- und Lkw-Fahrer bei einem Unfall oder Stau jederzeit eine Gasse bilden", sagt Dirk Mosurat. Dann gilt bei zwei Fahrstreifen: der Verkehr auf der linken Spur fährt möglichst weit links, der auf der rechten weit rechts. Bei drei Fahrstreifen fährt der Verkehr der mittleren und rechten Fahrspur rechts. Wichtig sei auch, die Radiodurchsagen zu beachten.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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