Pfeifenclub "Blauer Dampf" Otter
Geselligkeit und Tradition

Gelebte Dorfgemeinschaft: Pfeifenclubvorsitzender Holger Dinkla (Mi.) und sein Stellvertreter Daniel Hagen (2.v.li.) mit den Ehrengästen (v. li.), dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Thorsten Beirau, Bürgermeisterin Birgit Horstmann und Schützenpräsident Volker Hoeft
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  • Gelebte Dorfgemeinschaft: Pfeifenclubvorsitzender Holger Dinkla (Mi.) und sein Stellvertreter Daniel Hagen (2.v.li.) mit den Ehrengästen (v. li.), dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Thorsten Beirau, Bürgermeisterin Birgit Horstmann und Schützenpräsident Volker Hoeft
  • Foto: Jasmin Kramer
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Otter. Der Förderung der Geselligkeit sowie dem Erhalt der guten alten Sitten und Gebräuche hat sich der Pfeifenclub "Blauer Dampf" Otter verschrieben - und das bereits vor hundert Jahren. Die Geselligkeit stand auch bei dem tollen Fest für die ganze Familie im Mittelpunkt, mit dem der Club jetzt sein Jubiläum auf dem Schützenplatz feierte. Unter den zahlreichen Gratulanten waren auch Bürgermeisterin Birgit Horstmann, Schützenpräsident Volker Hoeft und der stellvertretende Ortsbrandmeister Thorsten Beirau.
Früher gab es Pfeifenclubs auch in Kakenstorf, Sprötze, Drestedt und Wistedt. Vom Wistedter Verein hatte Heinrich Fehling 1919 die Vereinsstatuten mitgebracht, die bei der Clubgründung in Otter übernommen wurden und in vielen Punkten bis heute Gültigkeit haben. Bis heute werden die Beiträge - inzwischen 3 Euro - monatlich in bar kassiert. Wichtiger Treffpunkt für die Dorfbevölkerung waren früher die Milchbänke. Eine solche hatte der Pfeifenclub vor drei Jahren in der Ortsmitte aufgestellt.
Eines hat sich aber geändert: Vor hundert Jahren durfte jeder junge, unverheiratete und unbescholtene Mann dem Pfeifenclub beitreten. Nach der Hochzeit schieden die jungen Männer aus dem Club aus. Inzwischen dürfen die Mitglieder auch verheiratet sein. Aktuell sind die 49 Mitglieder zwischen 24 und 94 Jahre alt.
Jürgen Albers, der seit 1961 Mitglied im Pfeifenclub ist, davon drei Jahre Kassierer und zwei Jahre Vorsitzender, präsentierte seine Sammlung an Anstecknadeln, die er von befreundeten Pfeifenclubs einst erhalten hat. Noch bis in die 1990er Jahre habe es Rauchertreffen sowie Wettbewerbe im Pfeife- und Zigarre-langsam-rauchen gegeben, so Albers.
"Damals gab es in Norddeutschland sieben Raucherclubs. Schriftführer Herbert Busch hatte Kontakt zu den anderen Vereinen aufgenommen. So entstand die Bremer Rauchrunde", berichtete Vereinsmitglied Helmut Hilmer. Außer dem Pfeifenclub Otter seien heute noch der Pfeifenclub Neuengamme sowie der Raucher- und Unterstützungsverein Hemmoor aktiv, so Hilmer.
Wie es einst im Pfeifenclub zuging und es heute um den Verein bestellt ist, berichtete auch der langjährge Vorsitzende Bernd Gätjens gemeinsam mit dem amtierenden Vorsitzenden Holger Dinkla und seinem Stellvertreter Daniel Hagen. Gewürdigt wurde u.a. das Engagement von Albert Matte (94) und Heinrich Lohmann (88), die den Pfeifenclub nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufleben ließen, sowie vom langjährigen Kassierer Gerd Mamerow, der mit seiner Frau Erika beim Boßeln auch immer für reichlich Kartoffelsalat sorgte.
Jürgen Albers Schwiegertochter Karin Albers hatte zwei Tage lang eine besondere Torte zum Jubiläum des Pfeifenclubs vorbereitet und gebacken.
Neben einem Spieleparcours, u.a. mit Rollenrutsche und zwei Hüpfburgen, gab es ein Musikprogramm mit dem Spielmannszug des Schützenvereins Otter und den Bands "Akustic-3" und "Mad Dog". Spannend wurde es beim Human Kicker-Turnier in der "Otterena", die der Pfeifenclub zu seinem 90-jährigen Bestehen eingeweiht hatte.

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