„Habe das Vertrauen verloren“

Während der Grabpflege wurde Ruth Maczey-Schmidt auf dem Tostedter Friedhof die Tasche gestohlen
  • Während der Grabpflege wurde Ruth Maczey-Schmidt auf dem Tostedter Friedhof die Tasche gestohlen
  • hochgeladen von Anke Settekorn

Dreister Diebstahl auf dem Friedhof: 93 Jahre alter Tostedterin wurde die Tasche am Grab geklaut

as. Tostedt. „Ich habe das Vertrauen in die Menschen verloren“, sagt die Tostedterin Ruth Maczey-Schmidt. Sie wurde vor Kurzem Opfer eines besonders dreisten Diebstahls: Als sie das Grab ihres Mannes pflegte, wurde ihr auf dem Tostedter Friedhof die Tasche geklaut.
Am Freitag, 23. Oktober, stellte die 93-jährige ihre mit Einkäufen beladene Tasche an einem kleinen Tisch am Grab ihres Mannes ab. Sie befreite das Grab vom Laub, harkte, und brachte das Laub zum nur wenige Meter entfernten Kompost. Eine beschwerliche Arbeit für die Rentnerin, die auf eine Gehhilfe angewiesen ist. Als sie zurück kehrte, war sie so in ihre Arbeit vertieft, dass sie das Fehlen ihrer Tasche nicht sofort bemerkte. Erst als sie eine Vase vom Tisch holen wollte, fiel ihr der Diebstahl auf. Ruth Maczey-Schmidt war geschockt. Aus den Augenwinkeln hatte sie beim Harken vorher schon zwei dunkel gekleidete Männer am Friedhof bemerkt, sich aber nichts dabei gedacht.
Da sie kein Handy dabei hatte, wandte sich Ruth Maczey-Schmidt in Richtung des Marktes, um dort um Hilfe zu bitten und die Polizei anzurufen. Eine junge Frau rief die Polizei und wartete mit Ruth Maczey-Schmidt auf die Beamten. Da die Polizei etwas länger brauchte, bot die hilfsbereite Dame an, allein auf die Polizei zu warten, damit die aufgewühlte Rentnerin nach Hause könne. „Leider habe ich sie in der Aufregung nicht nach ihrem Namen gefragt. Jetzt kann ich mich gar nicht für ihre Hilfe bedanken“, bedauert Maczey-Schmidt.
Besonders ärgerlich: da sie an dem Tag Schuhe kaufen wollte, trug die Rentnerin viel Bargeld bei sich. Das Schlimmste am Diebstahl sei jedoch nicht der Verlust des Geldes oder dass sie alle Papiere neu beantragen müsse, so die Tostedterin, sondern dass sie sich zuhause nicht mehr sicher fühle. „Ich lebe hier in ständiger Angst, dass jemand bei mir einbricht. Die Diebe kennen jetzt ja meine Adresse.“
Auch andere Besucher haben schon schlechte Erfahrungen auf dem Tostedter Friedhof gemacht. „Man darf nichts mit her nehmen! Seit zwölf Jahren pflegen wir hier das Grab unseres Kindes, und wir haben schon öfter von Diebstählen gehört“, warnt Friedhofsbesucher Uwe Eitler (72) aus Tostedt.
„Eine gezielte Diebstahlserie am Tostedter Friedhof können wir nicht bestätigen“, so Lars Nickelsen, Sprecher der Polizeiinspektion Landkreis Harburg. Die Polizei vermutet, dass die unbewachte Tasche aus der Gelegenheit heraus gestohlen wurde und weist darauf hin, Wertgegenstände und Handtaschen niemals unbeaufsichtigt zu lassen.
Nach den Tätern wird weiterhin gesucht. Hinweise bitte an die Polizei Tostedt unter Tel. 04182-28000.

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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