Zum 40-jährigen Bestehen
Heimatverein Tostedt bekommt ein Haus zum Geburtstag

Heimatvereinsvorsitzender Dr. Horst Junker (li.) freute sich über das Miniatur-Heimathaus-Ensemble, das Volker Schöbel dem Verein schenkte
  • Heimatvereinsvorsitzender Dr. Horst Junker (li.) freute sich über das Miniatur-Heimathaus-Ensemble, das Volker Schöbel dem Verein schenkte
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bim. Tostedt. Geburtstagsüberraschung für den Heimatverein Tostedt: Anlässlich des 40-jährigen Vereinsbestehens überreichte Mitglied Volker Schöbel das Heimathaus-Ensemble mit Backhaus, Scheune und Bienenstand im Maßstab 1:32. Wegen der Corona-Pandemie musste das Geburtstagssommerfest abgesagt werden. Anders als im wahren Leben stießen dafür die kleinen handbemalten Figuren in der Miniatur-Kulisse auf den Heimatverein an. "Die können feiern, wir nicht", meinte Volker Schöbel. "Ohne Maske und Sperrstunde", fügte Heimatvereinsvorsitzender Dr. Horst Junker hinzu.
"Wir können uns glücklich schätzen, einen so talentierten Kunsthandwerker in unseren Reihen zu haben", erklärte Junker begeistert. Er lobte auch die Detailtreue, denn Volker Schöbel dachte bei dem kleinen Abbild des Heimathauses sogar an den Briefkasten und das Schild des historischen Rundgangs. "Dafür habe ich ein spezielles Druckerprogramm", verriet Schöbel, der das Heimathaus-Ensemble nach den Maßen der Originalpläne und Fotografien in 110 Arbeitsstunden anfertigte. Allein 16 Stunden benötigte der gelernte Feinmechanikermodellbauer, um 9.850 Ziegelsteine in Hartschaumplatten fürs Dach zu schnitzen. "Das ist mein Hobby. Ich möchte anderen Menschen eine Freude machen", sagte Schöbel.
Bei Dunkelheit kann auch im kleinen Haus das Licht angeknipst werden. "Die eingebauten LED-Lämpchen halten 25.000 Stunden", erklärte Schöbel. Das Dach des Heimathauses ist abnehmbar, damit man an die Elektrik kommt. Im Beisen einiger Vorstandsmitglieder des Heimatvereins gab der 76-Jährige seinem Kunstwerk den letzten Schliff und brachte das Fallrohr der Regenrinne an.
Volker Schöbel baut seit einigen Jahren filigrane Schwibbögen (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Irgendwann suchte Volker Schöbel eine Institution, der er den Schwibbogen mit der Johanneskirche schenken konnte. Er und Heimtvereinsvorstandsmitglied Annegret Speer kennen sich vom Sport beim MTV, Hans-Jürgen Speer kennt er zudem aus den 1970er Jahren, als beide gemeinsam Fußball spielten. So kamen der Kirchenschwibbogen und auch Volker Schöbel zum Heimatverein. "Ich fühle mich hier so wohl, das Heimathaus ist wie mein zweites Zuhause. Und Geschichte mochte ich schon in der Schule", berichtete Schöbel, der für den Heimatverein auch bereits das Tostedter Rathaus und das Heimathaus im Schwibbogen verewigt hat.
Das nächste Projekt ist auch schon geplant: die Karoxbosteler Mühle im Kleinformat.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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